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28.11.2012
PADERBORN
Gastdozentur beginnt an der Universität
Ein literarischer Großtüftler berichtet ab 3. Dezember

Georg Klein

Paderborn (NW). Der Schriftsteller Georg Klein wird am Montag, 3. Dezember, die 31. Paderborner Gastdozentur für Schriftstellerinnen und Schriftsteller am Institut für Germanistik und Vergleichende Literaturwissenschaft der Universität Paderborn übernehmen. Die 1983 etablierte Reihe richtet sich an Studierende und literarisch Interessierte in der Region. Kathrin Röggla und Doron Rabinovici hatten zuletzt die Gastdozentur inne. Die Gastdozentur findet montags von 16.15 Uhr bis 17.45 Uhr im Hörsaal G auf dem Uni-Campus an der Warburger Straße statt.

Georg Kleins Gastdozentur trägt den Titel "Die Wirklichkeit des Romans". Seinen Auftaktvortrag zum Thema "Der Anfang des Romans" hält er am 3. Dezember. Im Dezember und Januar finden vier weitere Vorträge statt, die von Klein wie folgt betitelt wurden: "Die Illusion des Romans" (10. Dezember), "Die Wirklichkeit des Romans" (17. Januar), "Das Ende des Romans" (7. Januar) und "Die Zukunft des Romans" (14. Januar).

Georg Klein wurde am 29. März 1953 in Augsburg geboren. Er studierte Germanistik, Geschichte und Soziologie an den Universitäten Augsburg und München. Nach seinem Studium war er u.a. als Ghostwriter und Sprachlehrer tätig. 1984 veröffentlichte er erstmals einen seiner Texte in einer Berliner Literaturzeitschrift. Erst 1998 fand Klein einen Verleger, der seinen ersten Roman "Libidissi" herausgab. Seit der Zeit publiziert er auch in diversen Zeitungen und Zeitschriften wie beispielsweise der Berliner Zeitung und dem Freitag. Klein ist Mitglied des PEN-Zentrums Deutschland. Er erhielt u.a. folgende Preise: Brüder-Grimm-Preis (1999), Ingeborg-Bachmann-Preis (2000), Preis der Leipziger Buchmesse für "Roman unserer Kindheit" (2010).


"Meister einer ironisch-süffisanten Phantastik"


Mit dem futuristischen Agentenroman "Libidissi" betrat Klein 1998 die literarische Bühne. Seitdem gilt er als "Meister einer ironisch-süffisanten Phantastik", als "literarischer Großtüftler", vor allem aber als einer der seltenen wirklich originellen Erzähler der deutschen Gegenwartsliteratur.

In Kleins literarischem Kosmos regiert der Aberwitz; seine Erzählungen und Romane führen den Leser in ein Labyrinth aus doppelbödigen Fiktionen, die die Tagseiten der Realität eindunkeln und deren magische Unter- und Nachtwelt zum Leuchten bringen. Das Spiel mit Genres der Populärkultur (Comics, Agenten- und Detektivromane, Science-Fiction und Horror) leitet die wechselseitige Durchdringung des Realen und des Phantastischen, das Kleins Erzählen dabei einen ganz unverwechselbaren Ton verleiht.







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