Paderborn/Düsseldorf. "Die wichtige ehrenamtliche Arbeit in der Freiwilligen Feuerwehr wird auch in Zukunft nicht auf die Arbeitszeit angerechnet." Darauf hat der Paderborner Bundestagsabgeordnete Carsten Linnemann nach Gesprächen mit führenden Europaparlamentariern aufmerksam gemacht.
Ein entsprechender Vorstoß von EU-Sozialkommissar László Andor hatte für Unruhen bei den Freiwilligen Feuerwehren gesorgt. Danach solle die geplante EU-weite Arbeitszeitobergrenze von 48 Stunden auch für den ehrenamtlichen Einsatz gelten. "Die Verunsicherung der Feuerwehrleute war auch beim Kreisverbandtag in Haaren zu spüren", sagte der Paderborner Wahlkreisvertreter im Bundestag, Carsten Linnemann. Daraufhin habe er Gespräche mit Kommissionsvertretern und EU-Parlamentariern in Brüssel geführt.
Der Vorsitzende der CDU/CSU-Gruppe im Europaparlament, Herbert Reul, gab Entwarnung. "Die Kommission will die Arbeit in der Freiwilligen Feuerwehr nicht eins zu eins in die EU-Arbeitszeitrichtlinie integrieren", versicherte Reul. Das ehrenamtliche System der freiwilligen Wehren habe sich in mehr als 150 Jahren in Deutschland etabliert. Daran werde man nicht rütteln. Linnemann zeigte sich erleichtert darüber: "Ich bin froh, dass die Sache vom Tisch ist. Eine Geltung der EU-Arbeitszeitrichtlinie hätte die Mitarbeit von Vollzeit-Berufstätigen bei den Freiwilligen Wehren, aber auch bei anderen Hilfsdiensten kaum mehr möglich gemacht."








