Paderborn. Kochen im Fernsehen - ein Erfolgsrezept, das sich über Jahre bewährt hat. Zu einer der beliebtesten Sendungen zählt "Das perfekte Dinner" des TV-Senders Vox. Schauplätze weiterer Folgen sind in diesen Tagen Paderborner Küchen.
Manuel Fritsch wirkt kurz vor dem Eintreffen des Kamerateams sehr entspannt: "Noch bin ich nicht nervös. Aber das kommt bestimmt gleich." Er ist einer der fünf Kandidaten aus Paderborn, der in seiner Küche für seine Gäste ein perfektes Dinner zaubern möchte. Dabei ist der 29-jährige Hobbykoch eher zufällig Teilnehmer der Kochrunde geworden: "Meine Mutter hatte den Kandidaten-Aufruf in der NW entdeckt. Auch viele Freunde haben mir geraten, mich zu bewerben. Ich war zunächst unsicher, habe den Schritt dann aber in letzter Sekunde gewagt."
Und das mit Erfolg: Nach dem Bewerbungsverfahren, bestehend unter anderem aus einem Casting am Telefon sowie Probeaufnahmen in der Wohnung, befand sich Fritsch unter den letzten 15 möglichen Kandidaten. "Der Anruf mit der Einladung kam während meines Urlaubs in den USA. Da war der Jubel groß", strahlt Fritsch.
Wenn er nicht am Herd steht und Neues ausprobiert, arbeitet der Informatiker bei Wincor Nixdorf. "Ihm bleibt dennoch genug Zeit, um sein Hobby zu pflegen - und wenn es nur am Wochenende ist", schwärmt Svenja Strumpen von den Kochkünsten ihres Freundes. Der hat seine Leidenschaft fürs Kochen bereits mit 14 Jahren entdeckt und seitdem viel experimentiert. Besonders beliebt seien bei seinen Freunden die Rippchen, die der Grillfreund sogar selbst räuchert. Für seine Fernseh-Gäste hat der Paderborner aber ein Drei-Gänge-Menü kreiert: "Zur Vorspeise gehört Ziegenkäse, zum Hauptgericht Schweinefilet und zum Dessert Parfait. Aber mehr verrate ich noch nicht, da müssen die Zuschauer die Sendung abwarten."
Mit seinen Mitstreitern ist Manuel Fritsch übrigens sehr zufrieden. "Das ist wirklich eine nette, bunt gemischte Truppe. So gibt es einen Künstler, eine Intensivkrankenschwester, einen Tanzlehrer, der gleichzeitig auch Ernährungsberater ist und eine Dame, die im Jobcenter arbeitet", erzählt der Informatiker.
Besonders lobt er aber auch das freundliche Fernsehteam, das die Zuschauer zu Hause gar nicht zu sehen bekommen. Der Hobbykoch: "Sie lenken einen die ganze Zeit über ab, sodass man seine Nervosität vergisst."
Manuel Fritsch freut sich auf seinen Abend: "Gleich bereite ich mit meiner Freundin noch so viel wie möglich vor und dann geht es an die Tischdekoration." Sorgen macht er sich nicht: "Letzte Woche habe ich zur Probe das Menü gekocht. Wenn heute alles genau so gut läuft, bin ich mehr als zufrieden. Denn da fehlte Freunden und Familie nur mehr Salz", verrät er schmunzelnd.
Als das Fernsehteam schließlich die Beleuchtung installiert und die Kameras bereit sind, wird es für Manuel Ernst: "Ein kleines bisschen Lampenfieber ist schon da, jetzt wo hier alles aufgebaut ist", verrät der Kandidat. Aber das legt sich schnell, als er damit beginnt, die Kartoffeln zu schälen und das Team im Hintergrund seine Späße macht.
Nach seinem Dinner-Abend ist der Koch aus Leidenschaft eigentlich nur noch gespannt, was die Woche noch so bringt. Dem selbsternannten Tanzmuffel wurde schließlich schon angedroht, auch noch das Tanzbein schwingen zu müssen. Manuel Fritsch: "Vielleicht lerne ich das ja tatsächlich noch."