Büren. Maria Willeke ist am vergangenen Dienstag im Alter von 92 Jahren verstorben. Sie hat sich in herausragender Weise um die Erforschung und Dokumentation der Geschichte der Stadt Büren und deren Ortschaften ausgezeichnet.
Nominiert vom Heimatverein Steinhausen und dem Landfrauenverband Büren, erhielt sie für ihre Leistungen 2007 den Kulturpreis der Stadt Büren. Maria Willeke hat in jahrzehntelangen Recherchen die über mehrere Jahrhunderte reichenden geschichtlichen Zusammenhänge der Stadt Büren, ihrer Ortsteile sowie der Umgebung detailliert aufgearbeitet und erfasst.
Einen besonderen Stellenwert in Ihren Forschungen hatten die 500 Jahre dauernden Streitigkeiten an der damaligen Grenze zwischen den Territorien der Fürstbistümer Paderborn und Köln. Ihr fundiertes Wissen hat sie in vielen Schriften eindrucksvoll dokumentiert und ist maßgeblich an der Entstehung und am Erfolg mehrerer Heimatbücher beteiligt. Weit über die Ortsgrenzen hinaus wurde die Heimatforscherin als anerkannte Historikerin befragt, um Fachbeiträge gebeten und zu Vorträgen als Referentin eingeladen. Maria Willeke wurde 1919 in Steinhausen geboren. Sie studierte Geographie, Germanistik und Geschichte, bevor sie 1948 an der Universität Münster promovierte. Von 1948 bis 1981 war sie im Schuldienst tätig, drei Jahre davon verbrachte sie am Bürener Liebfrauengymnasium, danach übte sie ihren Beruf rund 30 Jahre lang am Ricarda-Huch-Gymnasium in Gelsenkirchen aus. Sie unterstützte die Gründung des Heimatvereins Steinhausen 1985 in besonderem Maße und zählte zu den ersten Mitgliedern. Bis zuletzt hat sie sich aktiv an der Arbeit des Heimatvereins beteiligt.
Schon in Ihrer Doktorarbeit im Jahre 1948 erforschte Willeke die Geschichte der Wüstungen in den Gemarkungen von Steinhausen und Eickhoff. In zahlreichen Vorträgen und Veranstaltungen über Steinhausen, Büren und Geseke ergänzte sie ihre Forschungsergebnisse.
Viele ihrer Vorträge wurden von den Heimatvereinen Steinhausen und Büren als Schriften veröffentlicht. Darüber hinaus erschienen ihre Berichte auch in den Geseker Heimatblättern.