Als Freiwilliger in der Tagespflege St. Barbara
Bad Lippspringe. Felix Fischer will Bauingenieur werden. Doch die letzten zwölf Monate hat er etwas ganz anderes gemacht. Er hat ältere Menschen in der Tagespflege St. Barbara betreut. Diese Erfahrung hat den zwanzigjährigen waschechten Bad Lippspringer verändert. "Ich habe viel dazu gelernt", sagt er.
"Ich wollte auf jeden Fall eine Freiwilliges Soziales Jahr vor dem Studium machen", sagt Felix Fischer. Ein Freund hatte ihm die Caritas-Tagespflege im Therapiezentrum des Medizinischen Zentrums empfohlen. Felix Fischer stellte sich vor, schaute sich die Einrichtung an und entschied sich für die Tagespflege, auch wenn er zugibt: "Vorher hatte ich nur wenig mit älteren Menschen zu tun." Das hat sich grundlegend geändert. Der FSJler – das Kürzel FSJ steht für Freiwilliges Soziales Jahr – war im Tagespflegehaus vielseitig beschäftigt und immer mit älteren Menschen zusammen.
Er holte die Tagespflegegäste morgens ab und brachte sie nachmittags nach Hause. Er las in der Zeitungsrunde aus der Zeitung vor und war bei der Sitzgymnastik Vorturner, half in der Küche und spülte das Geschirrzusammen mit den Gästen. Felix Fischer hat jede Menge Volkslieder gelernt, denn das Singen gehört in der Tagespflege St. Barbara zur Routine. 360 Euro hat er dafür im Monat erhalten, versichert war er natürlich auch. Zu dem einjährigen Einsatz gehörten mehrere Seminare und Fortbildungen, die der FSJ-Träger In Via anbietet. Kann das einem Zwanzigjährigen wirklich Spaß machen? "Auf jeden Fall", sagt Felix Fischer, "das war jede Menge Leben und das zwölf Monate lang." Er geht nicht ohne Abschiedsschmerz und wird von den Tagespflegegästen schon jetzt vermisst. "Ich will öfter mal reinschauen", verspricht der Ex-FSJler, der schon bald anfangen wird zu studieren – Bauingenieurwesen wie geplant. Für den Einsatz in der Tagespflege St. Barbara will er weiter werben: "Das hier kann ich ganz klar empfehlen."
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