Paderborn (my). Gegen 21.10 Uhr am Mittwochabend wurde die Paderborner Feuerwehr zu einem brennenden Container in der Senefelder Straße alarmiert. Beim Eintreffen der ersten Einsatzkräfte stellte sich heraus, dass ein großer Papierstapel in voller Ausdehnung brannte. Er lag sich direkt am Tor einer Lagerhalle sowie an zwei Großcontainern. In dieser Halle lagerten in großem Umfang Holzmöbel aus einem angrenzenden Möbelmarkt für Sonderposten.
Auf einen der beiden Container hatte das Feuer bereits übergegriffen. Das
Hallentor war durch die Brandeinwirkung schon stark in Mitleidenschaft gezogen worden. Mehrere Fenster im Dachbereich waren nach Mitteilung von Einsatzleiter Richard Kühling schon zersprungen.
Ein Angriffstrupp unter Atemschutz nahm mit einem Rohr die Brandbekämpfung auf. Der Container wurde von der Feuerwehr gewaltsam geöffnet werden. Teile der darin gelagerten Ware brannten ebenfalls. Parallel wurde eine Eingangstür zum Möbelgeschäft gewaltsam geöffnet. Dort zeigte sich, dass der gesamte Geschäftsbereich bereits stark verraucht war.
Hoher Sachschaden am Möbelinventar
Ein weiterer Angriffstrupp unter Atemschutz durchsuchte mit einer
Wärmebildkamera den stark verrauchten Lagerhallenbereich nach möglichen Brandnestern. Mit Hilfe der Drehleiter wurde der darüber liegende Dachbereich
ebenfalls ohne Ergebnis kontrolliert. Der stationäre Rauch- und Wärmeabzug in dem Geschäfts- und Lagerhallenbereich wurde ausgelöst, umso eine schnellere Entrauchung des gesamten Bereiches zu erreichen. Zusätzlich
wurden drei Hochleistungsdrucklüfter eingesetzt.
Nach der Entrauchung zeigte sich, dass auf Innenseite des betroffenen Tores bereits Folien durch die Hitzeeinwirkung von außen geschmolzen war. Durch den Rauch entstand ein hoher Sachschaden am Möbelinventar, den Polizei und Feuerwehr auf mindestens 20.000 Euro beziffern.
Zu diesem Einsatz rückte die Feuerwehr mit dem Löschzug der Feuerwache Nord, einem Löschfahrzeug der Feuerwache Süd und einem Rettungswagen zur Einsatzstelle aus. Die Freiwilligen aus der Stadtheide rückte mit einem weiteren Löschfahrzeug zur Einsatzstelle aus. Die Feuerwachen Nord und Süd wurden während des rund anderthalbstündigen Einsatzes durch die Einheiten Marienloh und Stadtmitte besetzt.
Zwei Jugendliche flüchteten
Die Polizei geht nach ersten Ermittlungen von Brandstiftung aus. Ein Zeuge hatte Augenblicke nach dem Brandausbruch zwei Jugendliche gesehen, die zu Fuß aus Richtung des Brandorts kamen und in Richtung Steubenstraße liefen.
Bereits gegen 17.30 Uhr war es zu einem kleinen Feuer in der Nähe der Klingender Straße gekommen. Dort war ein Mülleimer aus Kunststoff auf dem Gelände der evangelischen Kirchengemeinde in Brand gesetzt worden. Die Polizei prüft, ob zwischen beiden Feuern Tatzusammenhänge bestehen.







