Salzkotten. Der Salzkottener Ortsteil Scharmede ist in den vergangenen 20 Jahren stark gewachsen. Das Gemeinwesen stößt an seine Grenzen, die vielen Neuzugezogenen zu integrieren. Dies erfuhren die Ortsheimatpfleger und –chronisten der Stadt Salzkotten bei einem Rundgang durch Scharmede anlässlich ihres Jahrestreffens.
Die Scharmeder Ortsvorsteherin Maria Dahl legte dar, wie sehr sich der Ort um seine neuzugezogenen Bürger bemühe. Jeder werde persönlich besucht und erhalte mit der Einladung zum Neubürgertreffen auch eine kleine Buchsbaumpflanze überreicht, damit die Einwurzelung in Scharmede besser gelinge. Für die Neubürger werde ein Heft aufgelegt, das die Scharmeder Traditionen vorstelle. Maria Dahl und Norbert Dallmeier, der Vorsitzende des Heimatvereins Scharmede informierten weiterhin über das neue erarbeitete Leitbild für Scharmede. Darin heißt es, dass der bäuerliche Charakter des Dorfbilds erhalten bleiben solle.
Aus Verlar wurde der schlechte Zustand der Straße nach Lippstadt beklagt, die den Ort in zwei Teile trenne. Upsprunge vermerkte positiv, dass sich einige Gruppen junger Menschen und besonders junger Frauen beim vergangenen "Historischen Markt" beteiligten. Ein neuer Theater- und Karnevalsverein habe sich gebildet. Neue kulturelle Vereinsaktivitäten wurden auch aus Mantinghausen berichtet. Dort hat sich eine Jagdbläsergruppe neu gegründet.
Ludwig Bewermeier, Fachbereichsleiter Stadtentwicklung bei der Stadt Salzkotten, legte dar, dass in Salzkotten in den nächsten Jahren nur noch mit einem geringen Einwohnerzuwachs zu rechnen sei. Ziel sei es, durch gute Bildungs- und Gesundheitseinrichtungen ein attraktives Wohnumfeld zu bieten. "Wir müssen uns weiterentwickeln, um unseren Stand zu halten", so Bewermeier.
Stadtheimatpfleger Richard Schleyer kündigte an, dass ein Arbeitskreis sich dem Brauchtum in den Orten widmen solle. Norbert Schulte, Ortsheimatpfleger in Upsprunge, schlug vor, das noch vorhandene Brauchtum in einer Broschüre zu dokumentieren.