Borchen. Ab Oktober werden an drei Standorten in der Gemeinde Borchen Elektrokleingeräte in speziell eingerichteten Wertstoffcontainern eingesammelt. Strom- oder batteriebetriebene Kleingeräte wie Fön, Rasierer, Kaffeemaschine, Toaster, Staubsauger, Mixer, Radios, Computer, Drucker, Telefone und Handys, aber auch kleiner Metallschrottteile können dann von den Borchener Bürgerinnen und Bürgern kostenlos in diese Wertstoffcontainer geworfen werden.
Auf dieses neue Erfassungssystem haben sich jetzt der Abfallentsorgungsbetrieb des Kreises Paderborn (AV.E), die Gemeinde Borchen und das für die Gemeinde tätige Entsorgungsunternehmen Stratmann Städtereinigung GmbH (Bestwig) verständigt. Der Pilotversuch ist auf ein Jahr angelegt. Sollte er positiv von den Borchener Haushalten angenommen werden, wird er dauerhaft weitergeführt. Auch ist im Erfolgsfall an eine Ausweitung auf weitere Städte und Gemeinden im Kreis Paderborn gedacht.
Folgende Standorte sind vorgesehen: In Kirchborchen auf dem Rathausplatz (Unter der Burg 1), in Nordborchen (Wegelange/Schützenhalle) und am Bauhof der Gemeinde Borchen (Bahnhofstr. 2). "Mit diesem Erfassungssystem betreten wir auf Kreisebene Neuland", so AV.E-Betriebsleiter Martin Hübner.
"Wir wollen damit noch effizienter und bürgernäher diese Kleingeräte erfassen. Schließlich enthalten diese höchst unterschiedlichen Geräte neben Schadstoffen vor allem wertvolle Metalle wie Eisen, Aluminium und Kupfer, Edelmetalle wie Gold und Silber, aber auch sogenannte "Seltene Erden", die für die High-Tech-Industrie unentbehrlich sind." Wie der AV.E-Leiter weiter ausführt, leiste jeder Borchener, der dieses System korrekt nutze, einen kleinen, aber wichtigen Beitrag zum Ressourcen- und Klimaschutz.
Borchens Bürgermeister Reiner Allerdissen betont, dass die Gemeinde diesen Pilotversuch sehr gerne unterstützt. "Ich bin ganz zuversichtlich, dass unsere umweltbewussten Bürgerinnen und Bürger dieses Erfassungssystem in entsprechend korrekter Weise nutzen werden und das Projekt ein voller Erfolg wird." Für das Entsorgungsunternehmen Stratmann ist der reibungslose Ablauf von großer Wichtigkeit. Geschäftsführer Adolf Weber erklärt, dass die Container regelmäßig im zweiwöchigen Tourenrhythmus geleert würden.