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26.10.2012
Delbrück
B64-Nordumgehung favorisiert
Sondersitzung des Umwelt-, Bau- und Planungsausschusses

Delbrück (rb). Vor zwei Wochen erhielt die Stadt Delbrück eine Aufforderung von der Bezirksregierung Detmold bis gestern, 25. Oktober, mögliche Projekte zum vorgegebenen Themenpunkt Straße für die Neuaufstellung des Bundesverkehrswegeplans (BVWP) 2015 bis 2030 anzumelden.

Über einen neuen Trassenverlauf der B 64 nördlich oder südlich von Delbrück-Mitte diskutierten deshalb die Mitglieder des Umwelt-, Bau- und Planungsausschusses in einer Sondersitzung. Bei zwei Stimmenthaltungen favorisierten sie die Nordumgehung.

"Wir entscheiden lediglich im Sinne der Für- und Vorsorge. Wenn wir kein Votum abgeben, kann erst in gut 15 Jahren bei der nächsten BVWP-Aufstellung ein neues Projekt angemeldet werden", erklärte der Vorsitzende Meinolf Päsch. Zunächst hatte Bereichsleiter Heinz Drüke von der Stadtverwaltung über die Beteiligungsphase und die Verfahrensweise des Bundesministeriums für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung informiert. Die Vorschläge der Kommunen gingen über den Kreis, die Bezirksregierung und das Land an den Bund.

Das Bundesministerium würde aus allen Meldungen ein Referentenentwurf erstellen. In seiner Vorlage für die Ausschussmitglieder befand sich eine ausführliche Übersicht, die jeweils Vor- und Nachteile der Nord- und Südumgehung auflistete.
"Die Querstange zur A 33 und zur A 2 hat eine große Bedeutung. Bei einer Mauteinführung werden wahrscheinlich Achsen wie die B 64 stark angenommen", sah Päsch eine unbedingte Notwendigkeit für die Abgabe des Votums. Willibald Haase (SPD) sprach sich besonders wegen der Anbindung an die Gewerbegebiete entlang der Hövelhofer Straße für die Nordvariante aus. Rainer Ahmann (Gabi), Gustav Robrecht (FDP) und Martin Hüllmann erklärten, obwohl diese Maßnahme in den Sternen stünde, sei es richtig, die Nordumgehung anzumelden. Das bekräftigte auch Theo Stollhans (SPD), der zudem den wachsenden Schwerlastverkehr in die Diskussion brachte.

Ahmann gab zu bedenken, dass trotz neuer Trasse die bisherige Bundesstraße weiterhin die Stadt trennen würde. Päsch erklärte, die bedeutend geringere Menge von vorbeifahrenden Fahrzeugen spiele bei den vielen Überquerungen eine wichtige Rolle.



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