Berlin (dpa). Nach den Plagiatsvorwürfen an die junge Bestseller-Autorin Helene Hegemann (17) ist der geschädigte Verlag an einer gütlichen Einigung interessiert.
"Wir haben kein Interesse, das Buch von Hegemann schlechtzureden. Es ist ein gutes Buch, darum kommt man nicht herum", sagte Frank Maleu, Geschäftsführer des Berliner Verlags "Sukultur", am Dienstag. "Aber wenn man Dinge von anderen übernimmt, muss man seine Quellen nennen und zumindest vorher mal fragen."
Im Internet war Hegemann vorgeworfen worden, sie habe für ihren Roman "Axolotl Roadkill" ganze Passagen aus dem Roman "Strobo" übernommen, der im vergangenen Jahr bei Sukultur erschienen ist (wir berichteten). "Strobo"-Autor Airen will Maleu zufolge derzeit nicht öffentlich Stellung zu dem Fall beziehen. Airen prüfe gerade, wie viel Hegemann aus seinem Buch beziehungsweise dem vorausgegangenen Blog übernommen habe."
Der Ullstein Verlag, in dem Hegemanns Buch erschien, hatte angekündigt, eine Einigung mit Sukultur zu suchen und eine Genehmigung für den Abdruck einzuholen.






