Bielefeld (lnw). Der Regisseur Werner Schroeter und die Kamerafrau Elfi Mikesch werden am Sonntag mit dem Bielefelder Friedrich Wilhelm Murnau Filmpreis ausgezeichnet. Der Preis ist mit insgesamt 10.000 Euro dotiert. Die Auszeichnung war bereits von 1998 bis 2003 vergeben worden. Preisträger waren etwa Eric Rohmer, Wim Wenders, Herbert Achternbusch oder Werner Herzog. Murnau ("Nosferatu") wurde 1888 in Bielefeld als Friedrich Wilhelm Plumpe geboren. Er starb 1931 in Kalifornien bei einem Autounfall. Künftig soll der Preis wieder alle zwei Jahre vergeben werden.
Der 64-Jährige Schroeter ("Palermo oder Wolfsburg") habe seine ersten Lebensjahre in Bielefeld verbracht und später hier zwei Opern inszeniert, hieß es von der Jury. Er gelte zu Recht als einer wichtigsten deutschen Filmregisseure. Mit der Kamerafrau Mikesch drehte er "Der Rosenkönig", "Malina" und "Poussières d'Amour". Die 69-Jährige machte sich mit Filmen wie "Kriegerin des Lichts" eine Namen.
"Murnau war sicherlich der innovativste und kreativste Regisseur des 20. Jahrhunderts", sagte Jury-Mitglied Christiane Heuwinkel. "Seine Bedeutung geht weit über den Stummfilm hinaus. Bis heute sehen ihn internationale Filmregisseure - von Tim Burton bis zu den Brüdern Dardenne - als Vorbild und Inspirationsquelle."







