Bernhard Strecker ist Architekt und Professor der Architektur. Hauptsächlich lebt er in Berlin und im Wesentlichen hat sich der 69-Jährige mit Brückenbau oder Städteplanung beschäftigt. Er war Gastprofessor an den Kunsthochschulen in New York und Hamburg. Jetzt hat er in Melle-Neuenkirchen ein Meisterstück in einer anderen Dimension angefertigt. Strecker hat für die Bilder seines Vaters, den Haller Maler Sigmund Strecker (1914-1969), ein ehemaliges Ackerbürgerhaus, von außen schäbig und von innen verbaut, von Grund auf umgebaut.
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Als Vorbild diente das private "Sir John Soane’s Museum" in London. Zwar hätte auch die Stadt Halleüber ein eigenes Strecker-Museum verfügen können, jetzt steht es eben in Neuenkirchen, jenem weiteren Schaffensort seines Vaters.
Nahe der Kirche fügt sich das mittlerweile mit Holz vertäfelte Haus perfekt zwischen seine alten Nachbarn ein. Innennen taucht der Besucher in eine andere Welt. In eine Vielfalt von Sichtbeziehungen und korrespondierenden Achsen, die sich sukzessive erschließt. Ein Haus mit hoher innerer räumlicher Komplexibilität und raffinierten Blickwinkeln, die den Besucher immer wieder aufs Neue staunen lassen und unerwartete Perspektiven eröffnen. Und eine würdige Heimstatt für die Werke des Vaters. Diese Intiative ist uns einen Stern der Woche wert. (nic)
Öffnungszeiten des Museums: donnerstags bis sonntags, 11–18 Uhr. Infos:
Eine Initiative der Neuen Westfälischen (NW), der Lippischen Landes-Zeitung (LZ) und des Haller Kreisblatts (HK).