Nieheim (nw). Fritz Eckenga ist der Preisträger des Jahres 2010 des "Nieheimer Schuhu", Peter-Hille-Literaturpreises. Dies gab die Jury des 2007 aus der taufe gehobenen Literaturpreises jetzt bekannt. Die Jury begründete ihre Entscheidung damit, dass der 1955 in Bochum geborene Autor, Kabarettist, Kolumnist sowie langjährige Mitglied des Rocktheaters "N8chtschicht" kritisches Zeitbewusstsein mit hoher sprachlicher Virtuosität und Sensibilität vereine. Seine Kunst bestehe darin, Alltagsbeobachtungen auf den Punkt zu bringen und zu pointieren.
Der durch Bücher und Radiokolumnen bekannte Eckenga sei ein hellwacher Beobachter und Kommentator, der bundesdeutsche Wirklichkeiten und zeitgeistige Abgründe mit messerscharfer Satire auslote, heißt es weiter. Mit dem Namensgeber des Preises, Peter Hille, verbinde ihn eine Vorliebe für die literarische Kurzform: Eckengas Lyrik und Kurzgeschichten seien bissig, aber nicht boshaft, poetisch statt plakativ, ironisch, aber nie verletzend.
Der gebürtige Bochumer Fritz Eckenga, Jahrgang 1955, "ist ein Autor, der die Lebensmelancholie empfindet, sie aber nicht Überhand nehmen lässt, sondern mit Humor und gelegentlichem Rückzug in die Idylle kontert", heißt es. Von anderen Glossisten und Kolumnisten unterscheide er sich durch ein hohes Maß an Menschlichkeit und Authentizität.
Der Nieheimer Schuhu in Form eines Uhus ehrt Autorinnen und Autoren, die in Westfalen geboren wurden, dort leben oder deren Werk einen besonderen Bezug zur Region aufweist. Der mit 5.000 Euro dotierte Preis wird alle drei Jahre von der Peter-Hille-Gesellschaft verliehen. Erster Preisträger war 2007 Erwin Grosche. Der Preis erinnert an den Schriftsteller Peter Hille, der 1854 in Erwitzen bei Nieheim geboren wurde und als Berliner Dichter-Bohemien in die Literaturgeschichte einging. Stifter sind die Stadt Nieheim und die Nyland-Stiftung.
Die Preisverleihung ist am 11. September ab 19 Uhr im Nieheimer "Westfalen Culinarium". Der Preisträger wird den Abend mit einer Lesung gestalten.