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13.12.2012
"Der Hobbit" läuft in den deutschen Kinos an
Die Rückkehr des magischen Ringes / Kinokarten zu gewinnen
VON KATY HACKEL

Mit skeptischem Blick | FOTO: MARK POKORNY/WARNER BROS.

Bielefeld. Es könnte so gemütlich sein in Hobbingen im idyllischen Auenland von Mittelerde. Doch leider plündern 13 fremde Zwerge gerade die Vorratskammer von Bilbo Beutlin. Das raubt dem ruheliebenden Hobbit fast den Verstand. "Wer seid ihr und was wollt ihr?", fragt er immer wieder. Als er endlich Antwort bekommt, muss sich Bilbo setzen. Ausgerechnet er soll den Zwergen helfen, den Zwergenschatz vom Drachen Smaug zurückzuerobern. Skeptisch lässt er sich auf das Abenteuer ein: "Der Hobbit – eine unerwartete Reise" beginnt.

Info
Die 3 Gewinner unseres großen Hobbit-Quiz stehen fest:

Michael Bunte aus Bielefeld
Sebastian Schulz aus Hövelhof
Tristan Laufkötter aus Paderborn

Herzlichen Glückwunsch!

Regisseur Peter Jackson verfilmte das Kinderbuch von J. R. R. Tolkien aus dem Jahr 1937 in bekannter "Herr der Ringe"- Manier. Er setzt auf Poesie, mitreißende Action, neuartige Technik und überzeugende Schauspieler. Damit soll "Der Herr der Ringe" neun Jahre nach dem letzten Teil eine ihm würdige Vorgeschichte bekommen. Teil eins des als Dreiteiler konzipierten "Hobbit"-Films beginnt an dem Ort, wo Teil eins der Ring-Trilogie, "Die Gefährten", begann: In Beutelsend, der ausgebauten Wohnhöhle des Hobbits Bilbo Beutlin (Martin Freeman).

In einer Rückblende erfährt der Zuschauer, worum es geht: Der Drache Smaug hat die Vorfahren des Zwergenanführers Thorin Eichenschild (Richard Armitage) aus ihrem Zwergenreich im Innern des Einsamen Berges vertrieben. Nun lebt Thorin mit seinen Untergebenen im Exil, während der Drache sich in der Schatzkammer eingenistet hat – auf dem Gold der Zwerge.

Drachen können Zwerge meilenweit riechen

Thorin will Smaug töten und das Königtum seiner Familie wiederherstellen. Weil Drachen zwar Zwerge, aber nicht Hobbits meilenweit riechen können, soll Bilbo die Mission begleiten. Zusammen mit dem Zauberer Gandalf (Ian McKellen) machen sie sich auf den Weg zum Berg Erebor im weit entfernten Land im Osten von Mittelerde.

Hautnah mit dabei: der Zuschauer. Er erlebt dank der HFR (Higher Frame Rate)-Technik, die statt den üblichen 24 Bildern 48 Bilder pro Sekunde zeigt, die grünen, idyllischen Landschaften Neuseelands so realistisch wie nie zuvor. Die Bäume und Büsche, aber auch die Orks, Trolle und die riesigen Wölfe wirken echt und fast zum Greifen nah.

Die Schauspieler sehen aus, als spielten sie auf einer Theaterbühne – alle überzeugend in ihrer Rolle, vor allem Martin Freeman und Ian McKellen. In der Schlüsselszene des Films zeigt auch Andy Serkis, wie viel man aus der Figur Gollum herausholen kann. Das Höhlenwesen wirkt emotionaler und eindringlicher als in den "Der Herr der Ringe"-Teilen, besonders während des Rätselwettstreites, den Gollum mit Bilbo in den unterirdischen Höhlen des Nebelgebirges beginnt.

Ein Katz-und-Maus-Spiel beginnt

Bilbo gewinnt schließlich mit der Frage "Was habe ich in meiner Tasche?", deren Antwort Gollum nicht erraten kann. Jedoch merkt Gollum sofort, dass sein Schatz, der Ring, weg ist und Bilbo ihn eingesteckt haben muss – ein Katz-und-Maus-Spiel beginnt. Nur mit Hilfe des Ringes kann sich Bilbo retten: Er entkommt unsichtbar und kehrt zu seinen Gefährten zurück.

Inhaltlich haben Jackson und seine Autoren einige Fragmente Tolkiens ausgeweitet und dazuerfunden. So spielen Frodo (Elijah Wood), der Zauberer Sarman (Christopher Lee) und Elbenfürstin Galadriel (Cate Blanchett) mit, obwohl sie im Buch nicht vorkommen. Durch die Streckung der Handlung erscheint der Film stellenweise langatmig und ermüdend, das liegt auch an der Spielzeit von 169 Minuten und den sich wiederholenen Sequenzen: Die Zwerge wandern, Gemetzel mit den Orks, die Zwerge wandern, Gemetzel mit den Orks.

Über den schwächelnden Inhalt, tröstet die brillante Technik mit den gewaltigen Bildern hinweg. Ein Ork von oben, ein tiefer Fall in eine Felsenschlucht – die 3-D-Technik nimmt den Zuschauer mit. Sie lässt ihn zucken, mitkämpfen – den Hobbit fast real erleben.

HFR-Qualität nicht in jedem Kino

  • "Der Hobbit – eine unerwartete Reise" läuft bundesweit offiziell ab Donnerstag, 13. Dezember, an.
  • Jedoch wird der Film nicht in jedem Kino in HFR-Qualität gezeigt, da noch nicht alle Kinos mit der kostenintensiven digitalen Technik ausgestattet sind.
  • Deshalb wird "Der Hobbit" in einigen Kinos der Region nur als 3-D- oder 2-D-Film gezeigt. So zum Beispiel im UCI Bad Oeynhausen(2-D, 3-D) und Paderborn(2-D, 3-D) sowie im Cineplex Warburg (3-D).
  • HFR-Qualität bieten das Cineplex in Paderborn und die Cinestar-Kinos in Bielefeld und Gütersloh an.




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