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29.01.2013
Rosa Barba erhält den ersten Herforder Marta-Preis
Auszeichnung soll alle zwei Jahre vergeben werden / Mit 25.000 Euro dotiert
VON FRANK-MICHAEL KIEL-STEINKAMP

Preisträgerin | FOTO: MARTA

Herford. Die Film- und Installationskünstlerin Rosa Barba ist die erste Preisträgerin des neuen "Marta Preis der Wemhöner Stiftung". Das wurde gestern Abend auf dem Jahresempfang des Museums bekannt gegeben. Mit ihr startet der mit 25.000 Euro dotierte Kunst-Preis auf hohem internationalen Niveau, heißt es in einer Mitteilung des Museums.

Die 1972 im italienischen Agrigento geborene Künstlerin studierte in Erlangen, Köln und Amsterdam und präsentierte ihre Werke zuletzt in größeren Einzelausstellungen im Cornerhouse Manchester, im Kunsthaus Zürich, im Jeu de Paume in Paris und im MART in Rovereto. Sie lebt und arbeitet in Berlin.

"Wir freuen uns sehr darauf, in diesem Jahr mit Rosa Barba eine außergewöhnliche Künstlerin in Herford zu Gast zu haben, die mit ihren klugen und vielgestaltigen Installationen Phänomene wie Zeit, Geschichte und deren Erfahrbarkeit neu thematisiert. Die Sammlung Marta wird mit ihrem Beitrag eine großartige Erweiterung erfahren, die wir dann Anfang des kommenden Jahres hier vorstellen werden", sagt Museumsleiter Roland Nachtigäller.

Das Werk überzeugt die Jury

Die Jury, bestehend aus Heiner Wemhöner, Roland Nachtigäller, Annabelle Gräfin von Oeynhausen-Sierstorpff, Hannes Frank, Lutz Teutloff, Dirk Luckow und Thomas Bentz, überzeugte vor allem das sich konsequent weiterentwickelnde Werk der Künstlerin, die sich mit gleichermaßen sinnlichen wie komplexen Reflexionen mit dem bewegten Bild auseinandersetzt.

Rosa Barba selbst sieht in ihren Werken eine Art "Zauber, der die Zeit anhält und eine verlangsamte Sicht auf ansonsten versteckte Aspekte der Realität eröffnet."

Der "Marta Preis der Wemhöner Stiftung" sieht in zweijährigem Rhythmus die Beauftragung eines hochrangigen künstlerischen Werks für die Sammlung Marta vor. Es soll mit Blick auf den Sammlungs- und Ausstellungsschwerpunkt von Marta Herford – die lebendige Auseinandersetzung mit internationaler Gegenwartskunst und Fragen zu Design und Architektur – vor Ort entwickelt werden.



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