Der erste Tag.
Um 6 Uhr direkt zum Flughafen und nach dem Einchecken auf zum Gate. Danach kam eine Wartezeit von etwa 2 Stunden.
Meine letzten Stunden in Deutschland: In Gedanken versunken guckte ich noch einmal aus dem Fenster und sah den Flugzeugen beim Starten und Landen zu.
Es fühlte sich an, als ob ich gerade gemerkt habe, dass das Alles was ich mir vorgestellt habe jetzt wirklich passiert.
Nach etwa einer Stunde traf ich noch einen deutschen Studenten aus Münster, der in Peking seine Doktorarbeit schreibt und deshalb aus Recherchezwecken nach Peking flog. Er nahm mir ein wenig die Anspannung indem er mir von seiner Kalifornienreise erzählte.
Im Flugzeug lief dann - nachdem ich mich an das Fliegen gewöhnt hatte - alles nach Plan.
Nach ca. 2 Stunden Wartezeit und fast verpassten Flug wegen kurzfristiger Gateverschiebung gings in das nächste Flugzeug, kurz vorher noch mit einer Schwedin über die Billy Regale von Ikea geredet, stand ich jetzt vor dem größten Flugzeug, dass ich jemals gesehen hatte: eine Boeing 747.
Der Flug war sehr angenehm. Nach 11 Stunden Flug kam ich dann endlich in San Francisco an.
Von oben schaute ich aus dem Flugzeug und sah direkt über der Stadt in den Wolken den Schatten unseres Flugzeugs umrandet von einem Regenbogen, vielleicht lag es auch daran, dass ich seit diesem Zeitpunkt ungefähr 20 Stunden nicht geschlafen hatte, aber das war für mich ein Zeichen dafür, dass dieser Trip etwas ganz Besonderes wird.
Am Boden kam ich dann nach etwa 2 Stunden Sicherheitskontrollen und einer halben Stunde Fahrt im Hotel an.
Kurz darauf kam eine kurze Erkundungstour durch die Stadt.
Es war ungefähr 20 Uhr Ortszeit und ich drehte eine Runde um die Blocks.
Ich lief durch die Straßen zwischen den Häusern - es war wie im Film und dann, kurz von der Straße abgekommen kam ich in ein Viertel das so filmreif war, dass es mir fast unreal vorkam.
Es war eine Art Rotlichtviertel mit jeder Menge schmuddeliger Bars und leer stehender Gebäude.
Überall standen verruchte Typen, Obdachlose und verbrecherisch anmutende Gestalten herum, wie in einem dieser Gangster Filme, wo brave weiße Jungs zusammen geschlagen und ausgeraubt werden.
Jetzt wo es langsam dunkel wurde dachte ich mir, ist es besser hier ganz unaufällig zu verschwinden. Ich guckte niemanden ins Gesicht ging souverän - aber nicht arrogant und versuchte meine Angst nicht zu zeigen.
Ein Block weiter war wieder alles beim Alten: Geschäftsmänner gingen nach Hause und die berühmten Cabels Cars drehten ihre letzten Runden.
Im Hotel angekommen ging es dann nach 26 Stunden voller Abenteuer, Aufregung und anstrengender Sekunden ins Bett, um wieder Energie für den nächsten aufregenden Tag zu Sammeln!