Das erste mal raus aus San Francisco. Es war Lucas (Argentinischer Student) letzter Tag und da wollte er noch mal was anderes von der Gegend sehen. Also fuhren wir mit der BART, das ist eine Bahn für die ganze Umgebung der Bucht von San Francisco nach Okland.
Okland ist eine recht große Stadt, etwa 25 Minuten entfernt von San Francisco. Als wir ankamen, war es fast 12 Uhr.
Wir stiegen aus und gingen los. Eine Frau aus dem Hostel hatte uns eine Karte gezeichnet so dass wir alle Sehenswürdigkeiten sehen konnten. Also gingen wir zuerst zum Lake Marriet um von da aus dann weiter zum Stadtzentrum zu gehen. Wir liefen und liefen aber wir entdeckten nichts Außergewöhnliches. Vielleicht waren wir einfach zu verwöhnt von San Francisco, wo man hinter jeder Hausecke wieder staunen kann.
Nach einer Weile fanden wir aber Gefallen an dem typisch Amerikanischen Stil. Wir gingen den Broadway entlang und redeten. Als wir schon etwa zwei Stunden durch die Stadt wanderten und dachten das nicht mehr viel kommen würde, kamen wie aus dem Nichts zwei Polizeimotorräder und sperrten mit lauten Sirenen die Straße direkt vor unseren Augen.
Nach ihnen folgten zwei Autos die mit ziemlich hoher Geschwindigkeit die Straße entlang fuhren. Eines der Autos hatte ein Kameragestell auf dem Dach montiert. Bis wir realisierten, dass wir gerade Zeugen eines Filmdrehs waren, sind die Autos schon wieder weg und die Straße wieder freigegeben. Man braucht in den USA also nicht zu den Universal Studios zu gehen um live bei einem Filmdreh dabei zu sein.
Als wir aus Okland nach San Francisco zurück kamen ist Lucas zum Flughafen gefahren um nach New York zu fliegen. Ich ging erschlagen von den fast acht Meilen, die ich an dem Tag gelaufen bin, zurück ins Hostel auf mein Zimmer.
Dort habe ich dann gleich meinen neuen Zimmerkollegen kennen gelernt, einen Musiker aus New York namens Gha-is. Wir redeten noch eine Weile über Musik und tauschten Erfahrungen aus, nachdem ich nach einem langen anstrengenden Tag letztendlich einschlief.