Wenn etwas passieren soll, dann passiert es. Und wenn nicht, dann passiert eben etwas anderes", formulierte Andy Warhol.
"Es ist tatsächlich wahr geworden. Gestern Abend haben wir wirklich und ganz in echt ,Forever Art?’ in New York City gespielt. Die Vorbereitungen und der Stress der letzten Wochen haben sich doch gelohnt. Ein gutes Gefühl. So viel Aufregung vorher und dann war es ganz schnell geschehen. Damit es auch bis zum letzten Moment spannend bleibt, hat sich die Technik überlegt, uns noch ein wenig zu ärgern.
Nachdem die Übertitel endlich so liefen wie sie sollten, wollte der DVD-Spieler nicht mehr so recht. Der Festivalleiter wurde immer ungeduldiger, weil wir um 21.30 Uhr noch keinen Einlass machen konnten. Fünf Minuten später hieß es dann endlich ,open the doors’. Tatsächlich hatten ungefähr zwanzig Warhol-Interessierte den Weg zum PS122 gefunden. Und verfolgten sichtbar amüsiert die Vorstellung. Selbst unser amerikanischer Kollege Mike Aaron James konnte sich nicht zurückhalten, schon beim ersten Auftritt von John Wesley konnte er nur schwer ein Lachen unterdrücken. Und in der Interviewszene am Ende gelang ihm auch das nicht mehr.
An den New Yorker Applaus werden wir uns noch gewöhnen müssen: kräftig, aber kurz. Wir sind gespannt auf die heutige Vorstellung. Noch viermal werden wir ,Forever Art?’ spielen. Den heutigen Tag werden wir in eigener Sache Werbung machen und uns zur Warhol-Ausstellung in Brooklyn begeben.
Das Foto mit den beiden freundlichen Polizisten und ,Andy’ ist übrigens am Times Square entstanden. In der Nacht vor der Premiere waren wir zu nervös zum Schlafen und haben uns überlegt, noch etwas Touristisches zu machen."