Mit meinem Äußeren war ich eigentlich nie zufrieden, ich fand es gab viel schönere Menschen, die einen besseren Andy abgegeben hätten". sagt Andy Warhol.
"Sollen wir?" – "Ich weiß nicht" – "Vorher oder erst drinnen?" – "Vorher." – "Hmh".
Wann setzt man die Perücke auf, wenn man in seine "eigene" Ausstellung geht? Wir haben uns dann doch dafür entschieden die Verwandlung John Wesley Zielmanns in Andy Warhol erst im Museum durchzuführen. Ganz unauffällig versteht sich. Und dann ernst bleiben und so tun als wäre es ganz normal.
Andy Warhol bei seiner eigenen Ausstellung im Brooklyn Museum. Wieder irritierte Blicke. Und nicht nur das: "Können wir ein Foto mit Ihnen machen?" Die meisten der Museumsbesucher, die uns ansprachen wollten anschließend noch ein Foto mit Andy. Einer von ihnen behauptete Andy persönlich gekannt und sogar eine seiner Perücken von ihm zu Weihnachten geschenkt bekommen zu haben.
Tatsächlich sind wir in New York auf ein Bild von Warhol getroffen, das wir bereits aus Bielefeld kannten! Als wir für die Show Fotos in Bielefeld gemacht haben, durften wir in der Bielefelder Kunsthalle ein Bild von John Wesley als Andy vor einem echten Warhol machen. Und jetzt treffen wir das Yarn-Painting, das der Kunsthalle Bielefeld gehört, hier in New York!
Auf dem Weg zurück nach Manhattan nahmen wir wie ordentliche Touristen den Weg über die Brooklyn Bridge, der Blick auf Manhattan ist ziemlich eindrucksvoll, und man denkt an alles Mögliche in diesem Moment – nur nicht an Theater.
Zwei Vorstellungen gespielt, bleiben noch drei. Durch die späte Anfangszeit heute können wir den Tag wieder für einen Ausflug nutzen: Coney Island steht auf dem Programm. Achterbahn und Zuckerwatte – mit Andy.
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