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13.08.2008
Vierfache Bühnen-Power
Lea Hansmann und "Limelight Fire" überzeugen mit ihren Live-Shows
VON ANDREAS BLOCK

Traumziel "Rock am Ring" | FOTO: ANDREAS BLOCK

Herford. Die Jungs recken die Gitarren in die Luft, das violette Licht zuckt im Takt. "Limelight Fire" setzt auf eine mitreißende Bühnenshow. Und das passt. Schließlich versprechen die Bad Salzufler schon mit ihrem Bandnamen feurigen Rock im Rampenlicht.

Im Rampenlicht steht vor allem Lea Hansmann, Sängerin der Band. Die Rockakademie OWL hat die 18-Jährige zur Nachwuchskünstlerin des Monats August gewählt. "Sie hat eine tolle Stimme", sagt Udo Erber von der Rockakademie. Er glaubt: Gerade wegen der außergewöhnlichen Soul-Stimme ist "Limelight Fire" eine Band mit viel Potenzial.

Bei einem Schul-Musical sind die Bandgründer Johnny Maron und Pätrick Winzler auf Lea Hansmann aufmerksam geworden. "Wir waren sofort hin und weg", sagt Johnny Maron. Er brauchte nicht lange, um die neue Front-Sängerin zu überreden. Später kam noch Bassist Lars Schmidt zur Band.

Die trat zuerst unter einem anderen Namen auf. "Hellyeah" – das klang rockig, so wie die Songs der vier Musiker. Doch im Oktober 2006 gründete sich in den USA eine Metalband mit bekannten Musikern, die auch "Hellyeah" heißen wollte. "Wir mussten den Namen ändern, obwohl wir eher dran waren", sagt Pätrick Winzler. Aus "Hellyeah" wurde "Limelight Fire".

Feuer auf der Bühne versprühten am Anfang vor allem die drei Männer. "Ich war etwas schüchterner als die anderen", sagt Lea Hansmann und grinst. Zwei Jahre nach der Bandgründung ist sie selbstbewusster geworden, erobert die Bühne zusammen mit Johnny, Pätrick und Lars. "Wir ergänzen uns gut und suchen oft den Augenkontakt."

Die Schülerin aus Bad Salzuflen startete ihre Musik-Karriere schon 2003. Mit 13 Jahren nahm sie an einem Casting in Herford teil, schaffte den dritten Platz und durfte im Studio einen eigenen Song aufnehmen. Gesangsunterricht, Musical-Auftritte und weitere Castings folgten.

Diese Erfahrung tut "Limelight Fire" auf der Bühne gut. Bei einem kleinen Festival im Jugendzentrum Schötmar waren die vier als Vorband eingeplant. "Dann haben wir unsere beste Show gespielt", sagt Lars Schmidt. Am Ende waren die 200 Zuschauer begeistert – und hatten kaum noch Energie für die nachfolgenden Gruppen übrig. Ein Jahr später war "Limelight Fire" die Hauptband auf dem Festival.

Vier eigene Stücke der Band sind bühnenreif, weitere fast fertig. Das übrige Programm füllen Lea Hansmann und Co. noch mit Cover-Songs auf. Die Musik der Bad Salzufler ist schwer in eine Schublade zu stecken. "Wir klingen, als ob Alicia Keys bei ,Metallica’ singt", meint Johnny und grinst. Manche Lieder erinnern auch an "Evanescence", Avril Lavigne oder "Bon Jovi".

Lea Hansmann macht bald ihr Abitur. Doch zwischen dem Lern-Stress soll Zeit bleiben, um im Studio eine CD aufzunehmen. Ihre erste Kostprobe haben die Rocker auf dem Dachboden von Johnny Maron produziert. Bis zur Aufnahme feilen die drei Jungs an ihrem Hintergrund-Gesang, um Lea zu unterstützen. "Und wir versuchen, noch ein paar Ohrwürmer zu schreiben", sagt die Sängerin.

Und was kommt, wenn die CD fertig ist? Keiner der vier Musiker setzt nur auf die Pop-Karriere. Schule und Ausbildung gehen vor. Trotzdem, Ziele darf man ja haben: "Unser Traum ist ein Auftritt bei Rock am Ring", sagt Bassist Lars Schmidt, und Lea Hansmann nickt.

Erstmal geht es aber eine Nummer kleiner weiter, in Jugendclubs und auf Marktplätzen in der Region. Aber darüber ist bei "Limelight Fire" niemand traurig. Lars Schmidt sagt: "Ich würde am liebsten jedes Wochenende auf der Bühne stehen. Egal wo."


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