Herford. Sie ist 16 Jahre alt und ihr Terminkalender ist bereits voll. Lena Senge spielt leidenschaftlich Klavier, Querflöte, sie singt, tanzt und komponiert Songs. Ihr Traum ist es, Musical-Darstellerin zu werden. Eine Idee dieses Traums lebt die Schülerin bereits jetzt. "Mein Leben besteht aus Musik", sagt Lena, die Nachwuchskünstlerin der Rockakademie OWL.
Nach der Schule und den Hausaufgaben geht es zum Üben ans Klavier, erzählt Lena. Etwa vier Stunden am Tag verbringt sie mit der Musik. Da bleibt nicht viel Zeit für Freunde und andere Hobbys. In der Musikschule in Herford hat Lena ihre Band "Distortion", in der Musikschule Bad Salzuflen singt sie im Chor und nimmt dort Klavierunterricht. "Gesangsunterricht habe ich privat bei Ulrike Wahren", ergänzt Lena, "meine Gesangslehrerin saß in der Jury bei Jugend musiziert". Da hat Lena auch schon erfolgreich mitgemacht und festgestellt: Musical und Jazz liegen ihr.
Was unter all den Instrumenten ihr Favorit ist? "Schwer zu sagen", antwortet Lena und lächelt, als wäre die Entscheidung für ein Instrument eine Absage an das andere. "Mein Beruf steuert eher auf Singen und Tanzen hin." Tanzen: Ein weiteres Stichwort zu ihrem Traum. Da ist schließlich noch der Hip-Hop-und Ballettunterricht in Bad Salzuflen. Lena sucht ihre Talente und sammelt derweil Bühnenerfahrung. Ein Musical-Star sollte nicht nur tanzen und singen können, sondern auch schauspielen und sich zu präsentieren wissen.
Große Bühnen wären schön
Das kann Lena gut. Sie weiß, was sie will und plant ihre Zukunft. Eine potenzielle Adresse wäre etwa die private "Stage School" in Hamburg. Alternativ steht etwa noch die Universität der Künste in Berlin auf ihrer Liste. "Ich bin optimistisch, weil ich es versuchen will, weil es mein Traum ist", sagt Lena. Große Bühnen wären schön, der Ruhm als Beigeschmack sicher auch. Zuerst aber zählt die Musik. An Musical-Klassikern hat sie vieles schon auf Bühnen gesehen, am meisten fasziniert sie daran die Ausdruckskraft der Darsteller, "dass sie trotz der vielen Vorstellungen noch so eine Ausstrahlung haben."
Ihr hat man auch schon eine besondere Ausstrahlung attestiert. Zum Beispiel bei einem Workshop der "German Musical Academy" in Osnabrück. Sonst ist sie bisher bei Musikschulkonzerten, Rocknächten, auf Stadtfesten, bei diversen Wettbewerben, auf Schulkonzerten, in Stadttheatern aufgetreten. Oder aber als Flötistin mit der Latin-Jazz-Combo der Eltern. Die sind nämlich auch aus der Branche und als Musikschullehrer tätig. Als Lena damals mit dem Ziel kam, Musical-Darstellerin zu werden, hörte es sich "so konkret" an, meint ihre Mutter Ellen Skrodzki-Senge: "Am Anfang haben wir das belächelt, aber das scheint es zu sein."
Lena weiß es genau: "Ich habe mit 3 Jahren in der Früherziehung angefangen, als ich 13 Jahre alt war, wollte ich das erste Mal Musical-Darstellerin werden." Was man dazu braucht? "Talent muss man auf jeden Fall haben." Aber man müsse auch für sein Ziel kämpfen. "Und man darf vor allem den Spaß an der Sache nicht verlieren."