Er war ein Aussteiger: Franz von Assisi, Sohn eines betuchten Textilhändlers, kehrt Anfang des 13. Jahrhunderts seiner Familie und dem Reichtum den Rücken, um ein Leben in Armut zu führen und sich für die Ärmsten der Armen einzusetzen.
Die Schau in Paderborn regt die Betrachter an, sich mit dem heiligen Franziskus, seinen Wertvorstellungen, aber vor allem seiner Wirkungsgeschichte in Kunst und Kultur auseinanderzusetzen. Und das an drei Orten: im Diözesanmuseum, im Franziskanerkloster und in der Fußgängerzone.
Zu sehen sind 200 hochkarätige Exponate, unter anderem Bilder von Rubens, van Dyck oder Georges de la Tour, seltene Handschriften, Buchdrucke und frühe italienische Tafelbilder. Im Franziskanerkloster wird die Geschichte des Franziskanerordens im 19. und 20. Jahrhunderts beleuchtet.
Zweiteilige Video-Installation
Dritter Aspekt der Schau ist eine auf Hauswände projizierte, zweiteilige Video-Installation des Münchner Künstlerduos M+M. Sie entstand im Auftrag der Ausstellungsgesellschaft Paderborn und zeigt einen Franziskus des 21. Jahrhunderts, der Reichtum und Big Business den Rücken kehrt.Für die vielseitige und anregende Schau verleihen wir dem Diözesanmuseum, der Fachstelle für Franziskanische Forschung in Münster und der Ausstellungsgesellschaft Paderborn unseren Stern der Woche. Die Ausstellung ist noch bis 6. Mai zu sehen. (groe)
Eine Initiative der Neuen Westfälischen (NW), der Lippischen Landes-Zeitung (LZ) und des Haller Kreisblatts (HK).




