Stern der Woche an die Macher der Ausstellung "Asche und Gold – eine Weltenreise" im Marta Herford
Herford. Selten hat eine Marta-Ausstellung schon durch den Titel so viel Neugierde geweckt: "Asche und Gold". Die hohen Erwartungen werden glanzvoll erfüllt. Das Kuratorenteam um Roland Nachtigäller, Michael Kröger und als Gast Anne Schloen fügt altmeisterliche Stücke von Joseph Beuys bis Yves Klein, Gerhard Richter bis Jannis Kounellis mit frischen Arbeiten junger Künstler wie Luka Findeisen oder Gereon Kreber zu einem ebenso populären wie intellektuell herausfordernden Parcour.
Da gibt es fröhliche Gesellschaftskritik und bedrohliche Schönheit, spielerische Leichtigkeit und tödlichen Ernst. Doch alles bleibt in der Schwebe, eine zentrale Botschaft ersparen sich die Kuratoren und schaffen dadurch einen schreiend schönen Erlebnisraum, der dem Betrachter die Deutungsmacht überlässt. Ein Glücksfall von Ausstellung zeitgenössischer und gegenwärtiger Kunst. (hab)
Eine Initiative der Neuen Westfälischen (NW), der Lippischen Landes-Zeitung (LZ) und des Haller Kreisblatts (HK).