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13.12.2012
Abhauen? Unfallflucht? Denken Sie an die Folgen!

Verkehrssicherheitsberater PHK Friedrich BÜNTE im Gespräch mit Herrn Dr. Eberhard HAGEMEIER aus Minden
Aufnahmeort: EDEKA-Centralkauf in Minden an der Königstraße | Polizei Minden-Lübbecke

Minden-Lübbecke, Kreis (ots) - Die Polizei registriert alljährlich
besonders in der Vorweihnachtszeit in den Städten und Gemeinden des
Kreisgebietes auf Parkplätzen ein erhöhtes Unfallaufkommen. Leider
kommt nicht jeder Unfallbeteiligte seinen gesetzlichen
Verpflichtumngen nach und bleibt am Unfallort, sondern sucht sein
Heil in der Flucht.

Bereits im Oktober 2009 hat die Polizei im Rahmen des Projektes
"Abhauen? Unfallflucht? Denken Sie an die Folgen!" auf 14
Großparkplätzen im Kreisgebiet Hinweistafeln zur Bekämpfung von
Verkehrsunfallfluchten angebracht, um eindringlich auf die Thematik
aufmerksam zu machen.

Am letzten Wochenende suchten die Verkehrssicherheitsberater der
Kreispolizeibehörde nochmals stark frequentierte Parkplätze auf,
verteilten Handzettel und führten zahlreiche Gespräche, um einerseits
auf die Folgen einer potentiellen Unfallflucht aufmerksam zu machen
und andererseits auch Hilfestellungen für Unfallbeteiligte und Zeugen
anzubieten.

Die Informationsgespräche fanden in Minden am Centralkauf
(Königstraße), im Werrepark Bad Oeynhausen und am Realkauf in
Espelkamp statt.

Ihre Polizei im Mühlenkreis rät:

- Bleiben Sie an der Unfallstelle und regeln Sie die
Schadensabwicklung mit Ihrem Unfallgegner! Um nicht in
den Verdacht einer Straftat der "Unfallflucht" zu geraten,
sollte der Verursacher auf jeden Fall dafür Sorge zu
tragen, dass dem Geschädigten die Personalien seines
Unfallgegners bekannt werden, um ihm eine
Schadensregulierung zu ermöglichen.

-Eine angemessene "Wartefrist" auf den Geschädigten ist in jedem
Fall einzuhalten!

-Das Befestigen eines "Zettels", z. B. hinter der
Windschutzscheibe eines beschädigten Autos, reicht auf keinen Fall
aus! In jedem Fall sollten Sie das Kennzeichen des angefahrenen
Fahrzeuges notieren und der Polizei den Unfall melden!

Die nachfolgenden Zahlen verdeutlichen die Notwendigkeit der
polizeilichen Informationsveranstaltung:

In den letzten drei Jahren 2009 bis 2011 stiegen die
Unfallfluchten insgesamt kontinuierlich an:

2009: 1314 Verkehrsunfälle (VU) +6,6% zum Vorjahr

2010: 1356 VU/ +3,2% zum Vorjahr

2011: 1388 VU/ +2,5% zum Vorjahr

bis 30. Nov. 2012 bereits 1211 VU (aber -2,7% zum
Vergleichszeitraum Vorjahr).

In 2011 handelte sich um 1388 Unfallfluchten von insgesamt 7288 VU
im Kreis Minden-Lübbecke,

damit waren 19,1% aller Unfälle Unfallfluchten,

von den 19,1% waren 17,6% (1284 Fälle) Sachschadenunfälle, die
übrigen 1,4% (104 Fälle) hatten Personenschäden zur Folge,

bei den 1284 Sachschadenunfällen mit Flucht handelte es sich zu
89% (1234 VU) um Bagatellunfälle,

bei den 104 Personenschadenunfällen mit Flucht wurde eine Person
getötet, 7 schwer verletzt und 103 Personen leicht verletzt,

von den 1284 Sachschadenunfällen geschahen 633 (also etwa 50%
aller Fälle) auf Parkplätzen,

bei den Personenschadenunfällen (104) konnten etwa zwei Drittel
aller Fälle (67,3%) geklärt werden.

Ein Foto zu der Info-Aktion ist beigefügt.




Rückfragen bitte an:

Polizei Minden-Lübbecke
Pressestelle
Burghardt Luebker
Telefon: 0571/8866 1300/-1301
Fax: 0571/8866-1099
E-Mail: pressestelle.minden@polizei.nrw.de


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