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22.03.2013
Wieder betrügerische Schockanrufe

Paderborn (ots) - (mb) Am Donnerstag haben unbekannte Betrüger mit
sogenannten Schockanrufen versucht, von ihren Opfern Summen im
fünfstelligen Bereich zu erbeuten. Vier Frauen (60 bis 77 Jahre) mit
Migrationshintergrund aus russischsprachigen Ländern erstatten
Anzeige bei der Polizei. Auf die Forderungen der Täter gingen die in
Paderborn, Schloß Neuhaus und Benhausen wohnenden Opfer nicht ein.

"Hallo Mama, ich hatte einen schweren Unfall, bei dem ein kleines
Mädchen schwer verletzt wurde. Ich brauche sofort dringend Geld", so
in etwa lauteten die Aussagen eines russisch und gebrochen deutsch
sprechenden Anrufers, der sich als Sohn der angerufenen Frauen
ausgab. Er selbst sei bei dem Unfall verletzt worden und könne
schlecht sprechen. Deswegen, so der falsche Sohn, wurde das Gespräch
von einem angeblichen Rechtsanwalt in russischer Sprache weiter
geführt. Der verlangte fünfstellige Summen. Die angerufenen Frauen
ließen sich nicht auf die Geldforderungen ein und überprüften, ob
ihre Söhne tatsächlich an einem Unfall beteiligt waren. Eine Frau
suchte ihren echten Sohn sogar am Arbeitsplatz auf, um sich zu
vergewissern.

Sämtliche Anrufe waren aus dem Ausland eingegangen. Die Täter
suchen gezielt nach Opfern, bei denen Migrationshintergründe zu
vermuten sind. Während die kriminellen Anrufer aus dem Verborgenen
agieren, warten ihre Komplizen meistens schon in der Nähe der
Opferwohnung, um schnellstmöglich das Bargeld oder auch Schmuck
abholen zu können, sollte ein Opfer auf die Forderungen eingehen.
Trotz wiederholter Warnungen der Polizei hatte erst Mitte Januar eine
Paderbornerin Bargeld an einen unbekannten Geldboten übergeben.

Trotz einiger Festnahmen von Bandenmitgliedern auch in anderen
Städten sind die Betrüger weiter aktiv. Die Polizei rät deshalb zur
Vorsicht: Lassen Sie sich auf keinen Fall auf Geldforderungen ein.
Geben Sie kein Geld oder Wertsachen an fremde Personen heraus. Suchen
Sie sofort Hilfe bei Familienangehörigen oder Nachbarn und
verständigen Sie die Polizei über 110. Darüber hinaus bittet die
Polizei darum, das Wissen um diese Betrugsmaschen im Verwandten- und
Bekanntenkreis weiter zu verbreiten. Infoblätter auf russisch und
deutsch können über die Polizeidienststellen angefordert werden.




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