Bielefeld. Hans Beckhoff war als 10-jähriger Junge mit seinem Vater zum ersten Mal auf der Hannover-Messe. Von da an kam er jedes Jahr. 1990 gehörte der Verler mit seinem Unternehmen zum ersten Mal zu den Ausstellern. Am Sonntagabend eröffnet Bundespräsident Horst Köhler die 62. Hannover-Messe. Beckhoff ist auch wieder dabei.
"Die Geschäfte gehen nicht so gut wie vor einem Jahr", räumt Beckhoff ein. Zurzeit muss die Maschinenbau-Branche einen zweistelligen Umsatzrückgang verkraften. Trotzdem ist es für den Geschäftsführer von Beckhoff Automation keine Frage, auf der Messe vertreten zu sein: "Nicht hinzugehen wäre ein Fehler", sagt er. "Die Kommunikation mit den Kunden darf in der Krise nicht abreißen."
Die Ausstellerzahl spiegelt die Krise auch nicht wider: 6.150 Unternehmen aus 61 Nationen kommen, mehr als im Vorjahr (5.100). OWL ist besonders in der industriellen Automation stark: 88 Unternehmen der Region zeigen auf der Messe Flagge. Das Netzwerk OWL-Maschinenbau ist zum vierten Mal mit einem Stand vertreten und präsentiert die Region als leistungsstarken Spitzenstandort.
Stabilisierung im Herbst erwartet
Energieeffizienz in industriellen Prozessen ist eines der Schwerpunktthemen der Messe. "In Halle 26 gibt es eine tolle Live-Präsentation", wirbt Messesprecher Marco Siebert.
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Für Beckhoff ist die Messe wie eine Olympiade, bei der sich die Unternehmen darin messen, wer in der Technik die Nase vornhat. Um diese Begeisterung an die Jugend weiterzugeben, sei es wichtig, dass Schulklassen und Familien auf die Messe kämen. Im Rahmen der Nachwuchsinitiative TectoYou erfahren Schulklassen in Workshops, Beratungsgesprächen, Vorträgen und Mitmachexperimenten alles über Technikberufe.
Beckhoff bleibt angesichts der Krise gelassen: "Sie ist kräftig, aber nicht anders als die bisherigen. Wir müssen uns da nicht verrückt machen." Im Herbst erwartet er eine Stabilisierung, Ende des Jahres müsste es bergaufgehen. Die Hannover-Messe ist vom 20. bis 24. April geöffnet, täglich von 9 bis 18 Uhr. Karten kosten an der Tageskasse 29 Euro (ermäßigt 13 Euro).