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15.07.2009
67 Prozent mehr Autogas
Westfalen AG vermeldet gute Ergebnisse im Geschäftsjahr 2008
VON ANN-KRISTIN LOCHMANN

Zufriedene Gesichter | FOTO: ANN-KRISTIN LOCHMANN

Münster. Wolfgang Fritsch-Albert hat fast nur gute Nachrichten zu berichten. "Mit Katastrophenmeldungen kann ich nicht dienen", scherzt der Vorstandsvorsitzende der Westfalen AG bei der Bilanzvorlage. "Trotz der schwierigen Verhältnisse in der deutschen Wirtschaft hat die Westfalen AG 2008 ein befriedigendes Ergebnis erzielt." Der Konzernumsatz stieg im vergangenen Jahr um 13,9 Prozent auf knapp 1,5 Milliarden Euro. In der AG betrug die Umsatzsteigerung 13,7 Prozent auf knapp 1,5 Millionen Euro. "Dies liegt vor allem an der Ölpreisrallye und einem höherer Kraftstoffabsatz ", erläutert Fritsch-Albert.

Die drei Geschäftsfelder des Unternehmens entwickelten sich sehr unterschiedlich. Während im Bereich Technische Gase Absatz und Umsatz gestiegen sind, war das Ergebnis im Geschäftsbereich der Tankstellen nicht ganz zufriedenstellend. Zwar verzeichnet das Münsteraner Familienunternehmen auch beim Kraftstoffabsatz - ohne Autogas - ein Plus von 1,5 Prozent. Doch die Gewinnspannen seien hier stark schwankend gewesen, berichtete Vorstandsvorsitzender Wolfgang Fritsch-Albert. "Durch den rapiden Preisverfall ab Oktober konnten wir im Jahresverlauf keine befriedigende Marge erreichen. Die Preise sind schneller gefallen, als wir den Kraftstoff verkaufen konnten."

Im Flüssiggasbereich "Westfalengas" konnten vor allem durch den stark wachsenden Markt für Autogas, gute Ergebnisse erzielt werden. "Wir liegen hier deutlich über dem Vorjahr und unseren eigenen Planungen", freut sich Fritsch-Albert. Bei der Tankstellenversorgung mit Autogas erzielte die Westfalen AG im Jahr 2008 ein Absatzplus von 67 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.

Optimistisch für 2009

Für ihr insgesamt befriedigendes Ergebnis hat die Westfalen AG einiges getan. "Das Investitionsvolumen von 2008 liegt mit 62,6 Millionen Euro so hoch wie noch nie", weiß Carsten Wilken, Mitglied des Vorstandes der Westfalen AG. "Das sind 5,5 Millionen Euro mehr als 2007." Die Gelder flossen vorrangig in neue Projekte in Frankreich und im Tankstellenbereich.

Die Zukunft sieht die Westfalen AG optimistisch. "Wir gehen für 2009 nicht von bedeutenden Beeinträchtigungen bei Absatz, Umsatz und Ergebnis aus", betont Fritsch-Albert. Damit werden wohl auch bei der nächsten Bilanzvorlage Katastrophenmeldungen kein Thema sein.


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