Köln. Jörg Müller-Lietzkow (40) ist seit drei Jahren Professor am Institut für Medienwissenschaften der Universität Paderborn.
Herr Müller-Lietzkow, wie sieht die akademische Ausbildung im Bereich Computerspiele aus?
Jörg Müller-Lietzkow: Wir haben in Deutschland nur wenige staatliche Standorte, die da aktiv sind. Auch gibt es nur wenige Ausbilder. Der Markt hat aber Bedürfnisse, die mit einem normalen Studium nicht zu decken sind.
Wie muss sich das Studium Ihrer Meinung nach verändern?
Müller-Lietzkow: Man muss interdisziplinär arbeiten. Das heißt vor allem: Informatiker mit Medienökonomen zusammenbringen. Das Thema Games muss viel akademischer aufgegriffen werden. Es muss fokussiert werden, wie Spiele die Gesellschaft durchdringen.
Welche Rolle kommt der Bundesregierung dabei zu?
Müller-Lietzkow: Die Diskussion um Games muss entneurotisiert werden. Sowohl bei den positiven wie den negativen Argumenten.
Wie soll das genau aussehen?
Müller-Lietzkow: Es ist wichtig einzusehen, dass Games mehr als nur das Spiel sind. Ich glaube, vor allem Serious Games werden die Gesellschaft stark prägen. Die Technologien, die dahinterstecken, sind höchst innovativ.







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