Gütersloh (tcg). Die Frage nach der Zukunft von Arvato treibt die Bertelsmann-Mitarbeiter um. Der riesige Outsourcing-Dienstleister, der 2010 mit fast 64.000 Beschäftigen 5,1 Milliarden Euro Umsatz machte, gilt nicht als Rabes Lieblingskind. Der Neue an der Bertelsmann-Spitze hat im Gegensatz zu seinen Vorgängern nämlich keine Arvato-Vergangenheit.
Vorstandschef Thomas Rabe hatte der Belegschaft Transparenz versprochen und sie aufgerufen, mit ihm einen "Online-Dialog" zu starten. Regelmäßig werde er Fragen, die an ihn herangetragen werden, beantworten, versprach der Ostrowski-Nachfolger den Mitarbeitern. Um zu sieben, gibt es eine Abstimmung über die relevantesten Fragestellungen, erklärte ein Sprecher des Konzerns. Das Top-Thema für die Belegschaft war die Zukunft Arvatos.
Rabes erste Antwort im Online-Dialog ist eindeutig: "Arvato ist und bleibt ein integraler Bestandteil von Bertelsmann. Bertelsmann ist und bleibt ein Medien- und Dienstleistungsunternehmen. Arvato hat einen festen Platz neben der RTL Group, Random House und Gruner + Jahr. Sie wird auch weiterhin zum Erfolg und vor allem zum Wachstum von Bertelsmann beitragen", schreibt Rabe im Intranet des weltweit tätigen Konzerns.
Arvato solle in Zukunft noch schneller und dynamischer als bisher wachsen können. Dafür seien erste Weichen gestellt: Mit der Bündelung großer Teile des Druckbereichs in einer eigenen Einheit (wir berichteten gestern) fokussiere man Arvato nun ganz bewusst auf Wachstumsgeschäfte - und damit vor allem auf die schnell wachsende Services-Branche. "Ich bin sicher, dass eine schlagkräftige, nach vorn gerichtete Arvato Bertelsmann weiterhin viel Freude bereiten wird."







