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10.02.2012
Respektable Rendite für Bertelsmann
Voraussichtlich 15 Prozent Ausschüttung für Genussschein von 2001

2011 war ihr letztes gemeinsames Jahr | FOTO: RAIMUND VORNBÄUMEN

Gütersloh (mika). Thomas Rabe misst Zahlen ohne Zweifel eine große Bedeutung zu – immerhin war er elf Jahre lang Finanzvorstand von RTL und (seit 2006) von Bertelsmann. Als Vorstandschef des Gütersloher Medienkonzerns führt er nun eine kleine Neuerung ein und veröffentlicht schon vor der alljährlichen Bilanz-Pressekonferenz einige ausgewählte Zahlen. Die künden von einer "soliden" Entwicklung.

Damit verhält sich die Bertelsmann AG, die in der Vergangenheit wiederholt Anleihen und Genuss-Scheine herausgegeben hat, wie viele kapitalmarktorientierte Unternehmen: Sie informiert die Anleger frühzeitig und gibt ihnen Orientierung über die jüngste Entwicklung.

Die Mitteilung aus Gütersloh bestätigt die Spekulationen, die bereits seit Wochen kursieren: Im letzten Jahr unter der Führung von Hartmut Ostrowski hat der Konzern beim Umsatz auf der Stelle getreten. In der Summe sind dabei aber wie im Vorjahr erneut sehr respektable Gewinne verdient worden.

Leichtes Wachstum

Der Umsatz stagnierte angesichts des Verkaufs einiger Aktivitäten, allen voran des französischen Buchclubs mit rund 600 Millionen Euro Umsatz. Bereinigt um die Verkäufe verbuchte der Konzern immerhin ein leichtes Wachstum auf 15,3 (Vorjahr 15,1) Milliarden Euro Umsatz. Sehr erfolgreich seien der E-Book-Verkauf und "werbegetriebene Geschäfte" gewesen – Bertelsmann erlöst mehr als jeden vierten Euro mit Reklame.

Investitionen in neue Geschäfte – etwa der Kauf der Labels Chrysalis und Bug Music für das Musikrechtegeschäft – sowie Probleme in der Drucksparte (vor allem in den Tiefdruckereien) haben den Gewinn 2011 leicht gedrückt. Das Betriebsergebnis (Operating Ebit) habe vergangenes Jahr nach vorläufigen Zahlen mit gut 1,7 Milliarden Euro unter dem Vorjahreswert von 1,8 Milliarden Euro gelegen, teilte Bertelsmann mit.

Mit einer operativen Umsatzrendite von gut 11 (Vorjahr 12,1) Prozent sei aber die 10-Prozent-Marke erneut deutlich überstiegen worden. Die Nettofinanzschulden blieben bei 1,9 Milliarden Euro. Für die Genussscheine von 2001 sollen 15 Prozent auf den Grundbetrag ausgeschüttet werden, die Inhaber des 92er Genusscheins können mit 5,5 bis 7,5 Prozent rechnen.

Die Mitarbeiterzahl blieb mit gut 100.000 (im Großraum Gütersloh 10.500) etwa konstant.



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