Minden. Die Fachschule für pharmazeutisch-technische Assistenten (PTA) in Minden wird Ende September, ein Jahr früher als geplant, geschlossen. Alle Schülerinnen und Schüler können ihre Ausbildung aber mit der Abschlussprüfung beenden.
Die derzeitige Oberstufe wird ihre Ausbildung in diesem Sommer noch in der Mindener PTA-Fachschule abschließen. Die Schülerinnen und Schüler der Unterstufe können, so der Trägerverein PTA Fachschulen Westfalen-Lippe, danach ihre Ausbildung an der Dr. Kurt Blindow-Schule in Bückeburg fortsetzen, die seit 1968 PTA ausbildet. Eine entsprechende Kooperationsvereinbarung hat der Verein mit der niedersächsischen Schule abgeschlossen. Durch die Vereinbarung würden der Schülerschaft "in dem nur zehn Kilometer entfernten Bückeburg alle Chancen garantiert, die beim Erhalt der Mindener PTA-Schule bestanden hätten".
Über die Zukunft der Mindener Schule haben Vorstand und Geschäftsführung des Vereins gestern die Schüler und Mitarbeiter informiert. Für einen Teil der sechs Ausbildungskräfte an der Mindener PTA-Fachschule bestehen bereits konkrete Perspektiven für eine Anschlussverwendung.
Entscheidend für die Entwicklung waren nach Angaben des Trägervereins die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen der PTA Fachschule in Minden. Angesichts der räumlichen Nähe zu Niedersachsen, wo private PTA-Fachschulen durch das Land stärker gefördert werden als in Nordrhein-Westfalen, stehe die Mindener Schule "seit Jahren unter wettbewerbsverzerrendem Druck mit rückläufigen Schülerzahlen".
In NRW müssen in den Trägervereinsschulen 65 Prozent der Ausbildungskosten durch das Schulgeld der PTA-Schüler von derzeit 220 Euro pro Monat aufgebracht werden. Der Trägerverein für PTA-Fachschulen wird gehalten vom Apothekerverband Westfalen-Lippe in Münster. Die PTA-Ausbildung umfasst den zweijährigen Fachschulbesuch und die praktische Ausbildung in der Apotheke über ein halbes Jahr.






