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10.11.2012
Dürkopp-Adler befürchtet Abkühlung
Umsatz und Gewinn im laufenden Jahr gestiegen

Bielefeld (mika). Der Bielefelder Industrienähmaschinenhersteller Dürkopp-Adler (1.244 Mitarbeiter) setzt seine positive Entwicklung weiter fort. Das Umsatzwachstum hat sich im dritten Quartal von Juli bis September allerdings etwas abgeschwächt, wie aus der gestern veröffentlichten Zwischenmitteilung hervorgeht. Insgesamt wuchs der Umsatz in den ersten neun Monaten um 10,5 Prozent auf 76,5 (Vorjahr: 69,2) Millionen Euro. Vor allem die Kunden aus der Automobilbranche und der Möbelindustrie sorgten für steigende Erlöse, während die Umsätze mit der Modebranche auf stabilem Niveau blieben.

Die kräftige Nachfrage erlaubte es dem zum chinesischen ShangGong-Konzern gehörenden Bielefelder Unternehmen offenbar, höhere Preise durchzusetzen: "Das gute Geschäft führte in der Dürkopp-Adler-Gruppe zu Umsätzen mit verbesserter Preisqualität und Marge bei einer nahezu identischen Fixkostenstruktur im Vergleich zur Vorperiode", teilte der von Vorstandssprecher Dietrich Eickhoff geführte Maschinenbauer mit. Dies schlug mit einer überproportionalen Steigerung des Gewinns zu Buche: Das Vorsteuerergebnis stieg um fast 150 Prozent auf 11,7(Vorjahr 4,7) Millionen Euro. Positiver Nebeneffekt in der Bilanz: Erstmals seit Jahren weise die Dürkopp-Adler-Gruppe jetzt wieder eine positive Nettofinanzposition aus. Die liquiden Mittel sind demnach um 5,4 Millionen Euro größer als die Verbindlichkeiten gegenüber Banken und dem Mutterkonzern.


Über die ersten neun Monate gerechnet ist auch der Auftragseingang auf 71,5 (Vorjahr 69,8) Millionen Euro gewachsen. Allerdings ist der Auftragsbestand zum Stichtag 30. September auf 16,6 (ein Jahr zuvor: 19,9) Millionen Euro geschrumpft. Und es gebe Anzeichen für eine weitere Abkühlung des Geschäft: "Die Kunden des europäischen und amerikanischen Automotive-Bereichs fahren ihre Investitionsbereitschaft sukzessive zurück", so Dürkopp-Adler. Das Geschäft mit der Bekleidungsindustrie solle ausgebaut werden.



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