Schrift

28.11.2012
Itelligence mit NTT-Angebot zufrieden
Übernahme und Börsenabgang geplant

Zentrale der Itelligence AG | FOTO: REIMAR OTT

Bielefeld (mika). Vorstand und Aufsichtsrat der Bielefelder Itelligence AG empfehlen ihren Aktionären die Annahme des Übernahmeangebots der NTT Data Europe GmbH & Co. KG.

Die Tochter des japanischen Telekommunikationskonzerns NTT bietet den Minderheitsaktionären für jede Aktie 10,80 Euro an. Zudem versprechen die Japaner allen Aktionären, die das Angebot annehmen, eine Nachbesserung, "wenn bei einem Squeeze-out (...) ein höherer Betrag als der Angebotspreis als angemessene Abfindung festgesetzt wird."

Der von Herbert Vogel geführte Vorstand und der Aufsichtsrat unter dem Vorsitz von Lutz Mellinger halten den Angebotspreis für "angemessen", wie es in einer 34-seitigen Stellungnahme heißt. Die strategische Zusammenarbeit solle weiter intensiviert werden: "Unsere erfolgreiche Expansion gerade in Asien aber auch in zahlreichen anderen internationalen Märkten setzen wir gemeinsam mit NTT Data fort." Durch die mit NTT gegründete "Solution Company" entstehe der größte globale SAP-Reseller, und Itelligence werde dort weiterhin eine führende Rolle einnehmen.

NTT wolle die Mitarbeiter behalten

Entscheidend für die mehr als 2.700 Mitarbeiter dürfte das Versprechen sein, "die Itelligence AG auch zukünftig als eigenständig agierendes Unternehmen unter dem bisherigen Firmennamen am bisherigen Sitz fortzuführen." NTT wolle die Mitarbeiter behalten und keine Standorte schließen.

Im 71-seitigen Kaufangebot der NTT ist die Rede von einer "aufschiebenden Angebotsbedingung", wonach NTT bis zum Ende der Frist am 14. Dezember mindestens über 95 Prozent der Aktien verfügen will. Wenn das gelingt, will NTT schon 2013 einen sogenannten Squeeze-Out beantragen und die verbliebenen Minderheitsaktionär mit einer Abfindung herausdrängen.

Aber auch wenn die 95-Prozent-Hürde verfehlt wird, soll Itelligence komplett übernommen werden: Für diesen Fall erwägt NTT einen "umwandlungsrechtlichen" Squeeze Out, mit dem nach Umwandlung der Rechtsform und Verschmelzung mit dem Bieter ebenfalls das gewünschte Ergebnis erreicht würde. Die angestrebte 100-prozentige Übernahme soll am Ende zum Abschied von der Börse führen. Die Itelligence-Verantwortlichen finden, die Börsennotierung sei zur Finanzierung nicht nötig, und es gebe "auch sonst keine zwingenden Gründe" dafür.



Anzeige
Weitere Nachrichten aus der regionalen Wirtschaft
Bünde
Siegerflieger kommt als Modell aus Bünde
Der Modellbauhersteller Revell feiert Deutschlands vierten Fußball-WM-Titel mit einer Sonderedition der Boeing 747-8 – dem Flugzeug, in dem der Bielefelder Pilot Uwe Strohdeicher die deutsche Nationalelf von Rio de Janeiro aus in die Heimat geflogen hat. mehr




Anzeige

Videos
Anzeige
Wirtschaft
IWF senkt Wirtschaftsprognose
Mexiko-Stadt - Auf dem Papier ist es um das globale Wachstum nicht schlecht bestellt. Doch hinter den Daten lauern viele Gefahren für neue... mehr

Konjunkturdaten aus Europa und China stützen deutsche Aktien
Frankfurt/Main - Überwiegend gute Konjunkturdaten aus Europa und China haben den deutschen Aktienmarkt weiter gestützt. Der Leitindex Dax setze nach... mehr

Bahn fährt aus Talsohle - Busse bedrängen Fernzüge
Berlin - Die Deutsche Bahn hat dank der guten Konjunktur ihre Schwächephase überwunden. Die wachsende Konkurrenz der Fernbusse hinterließ aber Spuren... mehr

Öl- und Gasgeschäft treibt Umsatz und Gewinn bei BASF
Ludwigshafen - Seine Öl- und Gassparte hat dem weltgrößten Chemiekonzern BASF im zweiten Quartal trotz Preisrückgängen und negativen... mehr

Wirtschaftskriminelle verursachen höheren Schaden
Wiesbaden - Anlagebetrug, Abzocke übers Internet und Abrechnungsschwindel im Gesundheitswesen: Trotz weniger Fälle haben Wirtschaftskriminelle 2013... mehr


Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige



Jobs bei der NW


Zeitungsdruck Rotationsdruck Rheinisches Format   NW Logistik