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29.01.2013
Modemacher Bugatti hält Umsatz stabil
Herforder Unternehmen will mit neuen Läden wachsen
VON ANDREA FRÜHAUF

Optimistisch fürs laufende Jahr | FOTO: MARKUS OH

Herford. Der Herforder Modemacher Bugatti sieht seine Ziele nach Millioneninvestitionen im vergangenen Jahr erreicht und ist mit der Umsatz- und Ergebnisentwicklung zufrieden. "Wir sind sehr gut aufgestellt. Trotz nicht stabiler Wirtschaftslage schauen wir optimistisch in die Zukunft", betonen die geschäftsführenden Gesellschafter Wolfgang und Klaus Brinkmann.

"Die Gruppe hat sich in den letzten Jahren konsolidiert. Alle Marken haben das Potenzial zu wachsen", sagte Klaus Brinkmann. Der deutsche Markt biete angesichts niedriger Arbeitslosigkeit die Chance für ein "ordentliches, vielleicht auch ein gutes Jahr". Auch wenn das Europageschäft (vor allem in Holland, Italien) schwächer ausfallen werde, werde dies durch Wachstum in Osteuropa, Russland, China und dem Mittleren Osten wettgemacht. "Schon für die Frühjahrs- und Sommerkollektion hatten wir ein Auftragsplus. Ich sehe keinen Grund, warum das nicht auch im Winter so sein sollte."

Info

Die Marken

  • Bugatti: Vor allem Hosen, Strick- und Wirkwaren waren gefragt. Die Marke erzielte 2012 ein kleines einstelliges Umsatzplus. Die Audis GmbH betreibt deshalb in Erkelenz ein neues Versandlager.
  • Eduard Dressler: Der Umsatz wuchs um fünf Prozent.
  • Wilvorst: Bei festlicher Herrenmode wuchs der Umsatz. Atelier Torino und Corpus Line (Maßkonfektion) wurden integriert.
  • Pikeur: Im Olympiajahr fiel der Umsatz um 1,6 Prozent, Eskadron legte dagegen zu.
  • Roland: Das Modehaus in Bremen steigerte den Umsatz um ein Prozent.


Insgesamt hat die Bugatti Holding Brinkmann GmbH & Co. KG ihren Umsatz 2012 wie geplant stabil bei 219 Millionen Euro gehalten. 2011 war der Umsatz um mehr als vier Prozent auf 219 Millionen Euro gestiegen. Auch der Exportanteil von 46 Prozent sei 2012 konstant geblieben. Exportländer waren vor allem Italien, die Niederlande und Skandinavien. "In Südeuropa haben wir uns insgesamt auf einem sehr schwierigen Markt bewegt, trotz allem konnten wir uns dort gut behaupten und Marktanteile gewinnen", so Wolfgang Brinkmann.


Knapp sechs Millionen Euro wurden 2012 investiert. Geld floss auch in die Fertigstellung des Verwaltungsneubaus in Herford. Zudem wurde in Werther ein Grundstück gekauft, das an das Gelände der Pikeur-Reitmoden Brinkmann GmbH & Co. KG angrenzt. Die Beschäftigtenzahl stieg weltweit leicht auf gut 4.000, in Deutschland sind es 941, davon 378 in Herford.

Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurden erste Erfahrungen mit der neuen Bugatti-Damenmode gesammelt. Dieses Segment wird nun ausgebaut: Neben Italien, Österreich und Russland wird die Damenjackenkollektion 2013 auch in Belgien, Finnland und Deutschland erhältlich sein. Im Inland kooperiert Bugatti mit dem Bielefelder Fashion-Dienstleister Katag.

Der Modemacher betreibt weltweit mehr als 500 Shops und Flächen sowie 22 Läden (Stores) mit Partnern, davon 6 in Deutschland. Allein in China wurden 2012 sechs BugattiStores eröffnet. Seit August ist die Marke auch in Tibet präsent.

In China würden 2013/14 vier bis acht weitere Stores folgen und im Mittleren Osten vier bis fünf Stores, kündigte Klaus Brinkmann an. 2013 werde mit Hilfe eines Beraters die geplante Expansion mit Stores im Einzelhandel vorbereitet. "Wir haben die Weichen für mehr Einzelhandel gestellt und werden ab 2014 mit Partner- und eigenen Stores einsteigen."

Kommentare
Liebe Herforderin: Wir kaufen ein paar Schuhe von Bugatti, anstatt bei Kick und Kack vier. Wir sind Normalverdiener, die Qualität schätzen und dann auch gerne bereit sind etwas mehr dafür zu bezahlen. Die Schuhe werden außerdem nicht verramscht. Denn vor Weihnachten 100 € und nach Weihnachten nur noch 60 € find ich nicht in Ordnung. Ramschware macht mir keinen Spaß.

Bugatti ist wohl ehr was für die "oberen Zehntausend". Ein normalsterblicher kann sich so etwas nicht leisten. Klar das die hohen Arbeitslosenzahlen und das wachsende soziale Elend sich in solchen Gesellschaftsschichten kaum bis gar nicht bemerkbar machen.



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