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30.01.2013
Balda droht Ärger mit neuem Großaktionär
Elector will Ausschüttung und Sitz im Aufsichtsrat
VON STEFAN SCHELP UND ANDREA FRÜHAUF

Vorstandsvorsitzender | FOTO: CHRISTIAN WEISCHE

Bad Oeynhausen. Dem Bad Oeynhausener Kunststoff-Spezialisten Balda AG steht neue Unruhe ins Haus. Der neue Großaktionär Großaktionär Elector GmbH, die der Berliner Anwalt Thomas van Aubel gründete, fordert den Verkauf der restlichen TPK-Anteile und des "verlustträchtigen" Werkes in Malaysia sowie eine Sonderausschüttung an die Aktionäre in Höhe von rund 54 Millionen Euro, wie van Aubel mitteilte.

Elector hält inzwischen 27,26 Prozent der Balda-Anteile. Der Anwalt fordert zudem die Abwahl des derzeitigen Aufsichtsratschef Michael Naschke in einer außerordentlichen Hauptversammlung. Bei dieser Versammlung will sich van Aubel, Ex-Partner von Naschke, selbst in den Aufsichtsrat wählen lassen. Die Abberufung des derzeitigen Vorstandsvorsitzenden Dominik Müser sei nicht vorgesehen. Allerdings erwäge man die Berufung eines weiteren Vorstandsmitgliedes, heißt es in einem Schreiben der Elector GmbH.


Schon das vergangene Jahr war für die Bad Oeynhausener Balda AG durch Auseinandersetzungen mit dem damaligen Hauptaktionär, des Investors Octavian geprägt gewesen.

Neue Struktur

Unterdessen hat sich der Konzern eine neue Struktur gegeben. Künftig gibt es die beiden Sparten Balda Medical und Balda Technical. Darin sollen sich auch die US-amerikanischen Zukäufe C. Brewer und HK Plastics Engineering wiederfinden, die die Balda AG Ende 2012 erworben hatte.

Zugleich soll die Struktur auch passen für mögliche weitere Akquisitionen. Diese "Suche nach technologischen Ergänzungen" für Balda laufe unvermindert weiter, heißt es aus dem Unternehmen. Die Integration der neuen Unternehmensteile sei "im Plan". Vertrieb und Marketing würden harmonisiert.

Die Sparte Balda Medical leitet weiter Rolf Eilers. Er kümmert sich nun auch um die neuen Standorte Anaheim, Ontario, Irvine und Oceanside in den USA mit 450 Mitarbeitern.

Produktion an neuen Standorten

Balda Technical ist dagegen in Deutschland nicht mehr vertreten. Sie produziert an den neuen Standorten in den USA und am bestehenden Standort in Malaysia. Ob das so bleibt, ist noch nicht endgültig geklärt. In Malaysia gehe die Restrukturierung weiter, hatte Balda-Vorstandschef Dominik Müser erklärt.

Die zentrale Steuerung des Unternehmens bleibt in Bad Oeynhausen und in Amsterdam.



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