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26.03.2013
Kalletaler Firma Meyra meldet Insolvenz an
Rollstuhlhersteller beschäftigt 500 Mitarbeiter

Insolvenz angemeldet | FOTO: WIKIPEDIA

Kalletal-Kalldorf (da). Mit dem Ziel der Sanierung hat die Meyra-Gruppe beim Amtsgericht Detmold einen Eigenantrag auf Eröffnung des Insolvenzverfahrens gestellt. Der weltweit bekannte Hersteller von Rollstühlen und Rehabilitationsmitteln beschäftigt nach Gewerkschaftsangaben um die 500 Mitarbeiter.   

Geschäftsführender Gesellschafter Frank Meyer zeigt sich in einer Presseerklärung zuversichtlich, gemeinsam mit Insolvenzverwalter Hans-Peter Burghardt (Herford) und in Kooperation mit Lieferanten und Kunden die Voraussetzungen für einen Neuanfang zu schaffen. Auch der Erste Bevollmächtigte der IG-Metall-Verwaltungsstelle Detmold, Reinhard Seiler, gibt sich zuversichtlich: "Ich sehe große Chancen in einer Insolvenz. Wir müssen alles dransetzen, um den  Betrieb zu stabilisieren." Für den Gewerkschafter kommt die Situation im Übrigen nicht überraschend, gebe es doch seit Jahren Auslastungsprobleme und Kurzarbeit.


Als Grund für die Insolvenz nennt Meyer "untragbare Altlasten", das europaweit sinkende Erstattungsniveau für Rehabilitationsmittel und das Ausbleiben erwarteter Zahlungseingänge. Im Herbst vergangenen Jahres habe man bereits ein Maßnahmenprogramm eingeleitet, um Produktion, Vertrieb und Verwaltung neu aufzustellen.

Die Meyra-Gruppe, deren Umsatz im Jahr 2011 nach eigenen Angaben "im dreistelligen Millionenbereich" lag, hat ihren Ursprung ein einem 1936 in Vlotho gegründeten Schlossereibetrieb. Von der Insolvenz sind neun Firmen betroffen, darunter auch die Petri + Lehr GmbH in Dietzenbach, die auf Pkw-Umrüstungen für körperbehinderte Autofahrer spezialisiert ist.



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