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13.07.2013
Wohnmöbelbranche spürt leichte Flaute
Der neue Bundesverband in Herford hat im 1. Halbjahr nur im Export ein Wachstum festgestellt

Statiskik Chef

Herford. Beim Möbelkauf sind die Deutschen seit jeher Weltmeister – nirgendwo ist der Prokopf-Umsatz so hoch. Doch seit einiger Zeit macht sich in den Möbelhäusern eine gewisse Lustlosigkeit breit, wie auch der Verband der Wohnmöbelindustrie (VdDW) festgestellt hat.

Das ist eine noch junge Organisation mit Sitz in Herford, der 22 Hersteller angehören, die deutlich mehr als die Hälfte der Produktion in Deutschland verkörpern. Gestern trat der VdDW erstmals an die Öffentlichkeit.


Um 3,6 Prozent ist ihr Inlands-Umsatz im 1. Halbjahr geschrumpft, hat Verbandsgeschäftsführer Lucas Heumann bei der Auswertung der monatlichen Auftragseingänge festgestellt. Im Export gelang den Schrank-, Betten- und Kleinmöbelbauern dagegen ein Plus um drei Prozent. Den Franzosen, wichtigste Kunden für deutsche Möbel, ist derzeit nicht nach Möbeln zumute. Dagegen fragen Russen, US-Bürger und Leute aus Asien stärker nach.

Der Auftragseinbruch um insgesamt 2,0 Prozent war so nicht erwartet worden. Heumann erwartet für das 2. Halbjahr eine leichte Belebung im Inland: "Insgesamt wird 2013 allerdings nicht als ein starkes Möbeljahr in die Annalen eingehen."
Das gilt indes nicht für alle: Einige kleine, aber feine Hersteller haben sich mit Nischen-Produkten im Premiumbereich besser entwickelt als die meisten Großen; auch im Inland.

Absolute Zahlen nennt der neue Verband nicht: Das Bundeskartellamt hat strenge Regeln für Marktinformationssysteme aufgestellt. Der VdDM ist nach den Verbänden der Polster- und der Küchenmöbelindustrie der dritte Möbel-Bundesverband mit Sitz in Herford.
      



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