Volle Konzentration! Das Augenpaar fixiert den kleinen weißen Ball. Der Abstand zum Ball stimmt, ebenso die Griffhaltung, der Po ist rausgestreckt. Im Gehirn rasen derweil die technischen Weisheiten hin und her, die der Golf-Pro in theoretischen und praktischen Übungsstunden durchexerziert hat: "Locker bleiben", brüllt das Kleinhirn, "durchschwingen und nicht schlagen" erinnert das Großhirn.
Jetzt gilt’s: Der Schläger (Eisen 7) senkt sich mit Schwung, bleibt eng am Körper. Der Eisenkopf nähert sich mit rasanter Geschwindigkeit dem kleinen, auf einem Hölzchen (Tee) aufgeteeten 45 Gramm schweren Ball. Der Körper dreht sich mit dem Schwung, die Augen fixieren unverändert den Ball – und? Der Ball liegt, ein bisschen Gras fliegt. Enttäuschung legt sich wie Mehltau über alles. Mehr als 700.000 Golfer sollen hierzulande mal mehr mal weniger täglich erfolgreich schwingen – und hier ruht der kleine Ball in sich.
Info
EIN OSTTIROLER IM PADERBORNER LAND
"Bei euch da oben am Teutoburger Wald hab ich mich richtig wohl gefühlt. Aber letztendlich war das Heimweh so stark, ich musste einfach wieder hoam". Arno Lindsberger, gebürtiger Osttiroler, erinnert sich gerne an seine Zeit im Paderborner Land. "Gewohnt habe ich in der Nähe des Golfplatzes auf einem Bauernhof." Oben unterm Dach war mein Zimmer", weiß Arno noch, "und die Familie war sehr nett zu mir".
Leider ist der Kontakt zur Familie abgerissen. Arno Lindsberger, Golf-Pro seit 1992, Clubmaker, Speed Golf Weltrekord (1999, 18 Loch in 32 Minuten und 17 Sekunden) und seit 2002 Head Pro im Golfclub "SternGartl" unweit von Bad Leonfelden und nördlich von Linz gelegen, wo er die Golfschule leitet (www.arno-golf.com und www.golf-sterngartl.at). Der 18 Loch-Platz ist anspruchsvoll und liegt eingebettet in die Hügellandschaft. Der Kurs zur Platzreife (HCP 54) kostet 229, der zur Turnierreife (HCP45) 329 Euro.
Für Genießer und Kartenspieler: Im Gasthof Haudum in Helfenberg, (www.haudum.at) werden wahre "Gaumenkitzler" serviert und es wird Karrespeck geräuchert. Helfenberg selbst ist Hochburg des Tarock-Kartenspiels. Wer es lernen will, kann Kurse buchen. Und noch ein Genusstipp: Österreichs älteste Lebzelterei (Lebkuchenfabrik) in Bad Leonfelden (www.kastner.at). GüHo
Die Pro-Hand klopft leicht auf die Anfänger-Schulter, "noch einmal, nicht ganz so wild, ganz locker. Durchschwingen und nicht die Arme anziehen. Du wirst sehen, der Ball fliegt", ermuntert ruhig Head-Pro Arno Lindsberger, Speed-Golf-Weltmeister und versierter Golf-Fuchs in seinem Fach. Dann: Ein kurzer trockener heller Ton, das Schlägerblatt trifft perfekt den Ball – steil mit leisem Zischen steigt die weiße Kugel auf, segelt hoch hinauf in den blauen Mühlviertler Himmel und hinaus aufs Grün der Driving-Range. Zufriedenheit breitet sich aus und das anerkennende "Geht doch" des Golf-Pro stärkt das Selbstvertrauen für den nächsten Abschlag.
Hügel sind das A und O
Die Reise in die Hügelwelt Oberösterreichs wird nicht nur mit großartigen Golf-Erfolgserlebnissen, sondern auch mit Schönheit, Genussvollem, Sehenswerten und großer Vielfalt für Urlaubaktivitäten belohnt. Denn sie führt in einen charmanten Teil Oberösterreichs, unweit der Landeshauptstadt Linz.
Wer von der Autobahn kommt und auf der österreichischen Seite die Bundesstraße 38 nutzt, erreicht nach kurviger Fahrt Bad Leonfelden.Und wer sich in der Abendstimmung dem Kur-Moorheilbad nur einen Steinwurf zur Grenze des EU-Nachbarn Tschechien gelegen, nähert, wird das Besondere des Ortes auf einem Hügel erblicken.
Hügel sind das A und O in der Landschaft. Und einer dieser Hügel trägt den architektonisch besonders Komplex des Falkensteiner Hotel & Spa wie eine Krone, während andere Hügel am Horizont die Windräder ertragen müssen. Energie liefern beide – die einen für die Steckdose, das andere, das Spa-Hotel, für die Seele, die mit ausgefeiltem "Auszeit-Programm" gestreichelt werden kann. Radler machen hier Station, Wanderer legen ihre Beine hoch und Wellness-Fans tauchen in die wohltuende Spa-Welt ein. Aber auch Golf-Spieler nutzen das Haus, denn bis zum 18-Loch-Platz "SternGartl" ist es nicht weit, gerade mal 13 Kilometer. Weitere acht Plätze liegen im näheren Umkreis.
Auf Tour im Böhmerwald
Der mit einer im Abendlicht fast feurig leuchtenden goldenen Kugel besetzte Kirchturm der wuchtigen Bartholomäus Kirche im Ortskern von Bad Leonfelden (1154 erstmals urkundlich erwähnt, seit 1836 Moor-Kurort), der etwas in der Senke liegt, sorgt dennoch für klare Höhenverhältnisse – er überragt den Hotelkomplex. Drunten um die Kirche herum kuschelt sich ein für die Region typisches Häuserensemble, hängen fein ziselierte Zunftembleme an den Häuserfassaden an der Hauptstraße – Bäcker, Metzger, Optiker und Schuhmacher.Am Kopfende des Ortsgebäudes thront das Rathaus, geprägt von wuchtigen Zwillingstürmen.Man ist hier besucherfreundlich – mit Scheibe 90 Minuten Gratis-Parken, jeden und am ganzen Tag. Da ist ein leckeres Mühlviertler-Mittagessen in den Gästhäusern entlang der Hauptstraße locker drin und der Große Braune zum Abschluss muss nicht hastig geschlürft werden.
Wer wandert oder mit dem Rad (E-Bike kann man vor Ort sich ausleihen) in der hügelige Region unterwegs ist, braucht schon ein bisschen Kondition. Denn mancher Weg führt ein Stück bergauf, dann wieder windet er sich durch die Tiefen des südlichen Böhmerwaldes. Da ist es beruhigend, dass das dichte Wander- und Radwegenetz gut ausgeschildert ist. Wichtiger Tipp für die Aktiv-Urlauber: Durch die grenznahe Lage des Mühlviertler "SternGartl" zum Nachbarn Tschechien sollte immer der Personalausweis mitgenommen gehen. Denn auf manchen Wegen ist man schnell mal "drüben", und wer dort ohne Ausweis angetroffen wird, den bittet der Tschechische Beamte um eine Gebühr.
Die besondere Heilkraft von Wasser und Erde
Je nach Route (eine Ausflugskarte mit 100 Tipps für Touren – auch hinüber zum Nachbarn Tschechien – gibt’s im Tourismusbüro von Bad Leonfelden), kann man die Schwerpunkte individuell setzen: "Natur pur" beginnt eigentlich gleich vor der Haustür des Quartiers, einfach drauflos gehen, etwa auf einem Stück der historischen Salzstraße bis zur Europäischen Wasserscheide, wo ein Bank zum Rasten wartet und ein großartiger Ausblick übers hügelige Land geboten wird. "Genussvolles " an der Via Leone entdecken.
Wie an einer Perlenschnur aufgereiht sind vier Gasthäuser, die bodenständige Köstlichkeiten auftischen. Und für den süßen Gaumen lockt zum Probieren in Bad Leonfelden "Kastner", die berühmte und älteste Lebzelterei Österreichs. Bleiben noch "Körper und Seele" zu verwöhnen. Seit je her setzt man in der "Gesundheitsoase des Mühlviertels" auf die besondere Kraft des Wassers und der Erde – entweder klassisch kneippen im Heilmoor oder ganz modern im Wellness-Bereich des Resort &Spa-Hotels, oben auf dem Hügel.
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Bad Leonfelden: Schönes Spiel im schönen Land
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Unsere Leistungen: • NW-Reisebegleitung ab/bis Bielefeld ab 25 Pers. • Bustransfer OWL-weit zum Flughafen und zurück (MTZ 15 Personen) • Flug mit Air... mehr
Unsere Leistungen: Unsere Leistungen: • Bustransfer ab Bielefeld HBF nach Düsseldorf und zurück (MTZ 20 Pers.) • Flusskreuzfahrt lt. Reiseverlauf auf... mehr
Wir befinden uns im Jahre 2013 nach Christus. Die ganze Kompaktklasse ist von den Deutschen besetzt . . . Die ganze Kompaktklasse? Nein! Ein von... mehr