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09.06.2012
ÖSTERREICH
Schwungvoll in Schlanitzen
Ab über die Zäune in Kärntens idyllischem Bergdörfchen

Grenzenlos wandern | FOTOS: NATURARENA

Vor über 20 Jahren hatten es viele bei ihrem Sommerurlaub im Gailtal in Kärntens Naturarena noch gar nicht so richtig entdeckt: Schlanitzen, das wirklich idyllische Bergdörfchen mit Aprikosen und mehr an den Bäumen, sattgrünen Wiesen und einem Ausblick aufs Tal und die Berge. Das ist vom Bekanntheitsgrad her inzwischen anders, weil hier im Winter eine der längsten Talabfahrten Österreichs vorbeiführt und die 2,2 Kilometer lange, beleuchtete Nachtpiste beginnt.

Im Sommer hat Schlanitzen, rund 900 Meter hoch gelegen, seinen eigenen Charme. Im Kärntner Gailtal geht es vom Örtchen Tröpolach hinauf ins Bergdorf. Sattgrüne Wiesen und Bauernhäuser bestimmen noch immer das Bild. Über den Graben blickt man südlich Richtung Nassfeld und hat im Norden das Tal und die Gailtaler Alpen vor sich. Einfach nur schön.

Wer Ruhe sucht und klare Bergluft tanken will, ist hier ebenso richtig wie derjenige, der etwas unternehmen, aktiv sein will. Da es überall noch Bauernhöfe gibt, wird der Nachwuchs auch seine Freude haben. Aber nicht nur deswegen. Von Schlanitzen aus kann man sich auch mit einer leichten Wanderung gleich zu Almen weiter oben auf dem Berg aufmachen. Da gibt’s Kühe, Kälbchen, teils auch Schafe und Ziegen.

Über 1.000 Kilometer an Wanderwegen

Auf den meisten Sennereien lockt neben almfrischer Milch auch Topfen, das ist Quark, Butter und der würzige Gailtaler Almkäse, ein EU-geschütztes Produkt. Deshalb muss man eine Jause, wie hier die deftige Brotzeit heißt, probiert haben. Dazu kommen noch, in der Regel aus Eigenproduktion, der Gailtaler Speck und Hauswurst, eine Art Mettwurst, ergänzt um kerniges Brot: rustikal, aber ungemein lecker.

Wer wandern will, hat ohnehin zig Möglichkeiten. In Kärntens Naturarena laden über 1.000 Kilometer Wanderwege in allen Höhenlagen ein, die Wanderschuhe zu schnüren.
Von Schlanitzen aus ist man mit dem Auto schnell im Tal und in Tröpolach mit seinen Gasthöfen und Restaurants. Von hier geht es auch aufs Nassfeld – über die Bundesstraße und, sehr angenehm, mit der Kabinenbahn, dem Millennium-Express. Das ist schon ein Erlebnis.

Hat man die Plus-Card, geht das sogar kostenlos. Von der Bergstation anschließend mit dem Pendolino, der Sommerrodelbahn, abzufahren, macht Jung und Alt richtig Spaß. Man "landet" auf der Tressdorfer Alm mit der Schaukäserei, genießt die Sonne, vielleicht mit einem Espresso auf der Restaurant-Terrasse, und kann später hier wieder in den Millennium-Express einsteigen, um zurück ins Tal zu fahren.

Für Kinder ideal

Übrigens können auch Radler ihre Bikes in der Kabinenbahn mitnehmen. Schließlich gibt es für Mountainbiker interessante Touren in den Bergen, und zwar über 850 Kilometer! Wer’s gemütlicher haben will, radelt im Tal. Nahezu eben verläuft der Karnische Radweg, größtenteils außerhalb des Hauptverkehrsgeschehens. Mit Rad oder Auto geht es auch zum Badespaß, etwa in den warmen Pressegger See mit seinen großen Strandbädern bei Hermagor.

Schöner Bauernvorgarten

In Schlanitzen wohnen Gäste überwiegend in Pensionen und Ferienwohnungen wie im Haus Martin, von wo aus es direkt einen wunderschönen Ausblick aufs Tal gibt und dem ein Bauernhof angeschlossen ist. Deswegen werden sich auch Kinder dort schnell wohlfühlen. Motorradfans starten gleich von hier aus zu Touren über Pässe durch die Karnischen und Julischen Alpen, die Karawanken und Gailtaler Alpen. Diese Routen sind auch Autoausflüglern zu empfehlen. Wenn sich die Dämmerung über Schlanitzen senkt, blickt man vom Balkon auf die Lichter im Tal, genießt die Ruhe und überlegt, was am nächsten Tag auf dem Urlaubsplan stehen soll. Ausruhen, wandern, radeln oder einen Ausflug machen.

Infos zur Region: www.naturarena.com.


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