Wein und Wasser haben in Krozingen im nördlichen Markgräflerland von jeher die Geschicke bestimmt und Geschichte gemacht. Johann Wolfgang von Goethe schwärmte schon von Region der sonnenverwöhnten Weinberge als "glücklichem Land, wo der Wein vor der Kulisse des Schwarzwaldes reift". Die ersten Reben brachten die Römer mit in die fruchtbare Rheinebene. Der baden-württembergische Ort, ursprünglich eine alemannische Siedlung, gehörte viele Jahrhunderte zu Vorderösterreich.
Erst seit 1805 zählt Krozingen zur Markgrafschaft Baden. Den guten und edlen Wein führte der Markgraf von Baden aus Vevey am Genfer See ein. Der bis heute meist trocken ausgebaute Gutedel wird als Wein zum feinen Essen genauso geschätzt wie zur herzhaften Vesper. So bekam das Markgräflerland bald den Beinamen "Gutedelland".
Zum guten Wein wurde den Krozingern im Jahre 1911 eine weitere Kostbarkeit zum Geschenk gemacht. Aus einem Bohrloch, in dessen Tiefen man eigentlich Öl vermutete, sprudelte warmes Thermalwasser mit einer der höchsten Kohlensäurekonzentrationen in Europa. Noch bevor 1914 das erste Badehaus errichtet wurde, hatte man in Krozingen ein Thermalfreibad eröffnet. Heute baden die Gäste des Ortes, der seit 1933 das Kurortsprädikat "Bad" führen darf, dagegen wie in einem Palast: in der Vita-Classica-Therme, in der modernes Design und antikes Ambiente die Sinne verwöhnen.
Indisches Bad als Glanzlicht des Wohlfühlhauses
Neben der großzügig gebauten Therme bietet die Vita Classica auch ein Saunaparadies und Wohlfühlhaus. Überall laden kleine Themengärten und Ruheräume zum Verweilen ein. Das Mineral-Thermalwasser ist je nach Becken zwischen 29 und 36 Grad Celsius warm und hat einen Mineraliengehalt von über 4.000 Milligramm pro Liter. Mit 2.000 Milligramm pro Liter besitzt das Wasser eine der höchsten Kohlensäurekonzentrationen weltweit. Die feinperlige Kohlensäure, die durch die Haut unmittelbar auf Blutgefäße und Nerven wirkt, entspannt, regeneriert und regt die Durchblutung an.
Glanzlicht des Wohlfühlhauses ist das Indische Bad. Hier ist es gelungen, eine authentische Einrichtung nach indischem Vorbild zu schaffen, die deutschlandweit einzigartig ist. Therapeuten, die in Kerala, der Hochburg des Ayurveda, geschult wurden, laden zu Rejuvenation-Massage (Verjüngungs-/Vitalisierungsmassage), Pizhichill (warmes Ölbad), Shirodhara (Stirnguss) oder zur Navadhanya-Sweda-Rückenbehandlung in die exklusiven Räume mit eigenem Garten und indischer Atmosphäre ein.
Fernöstliche Badekultur vom Feinsten erlebt man im Japanischen Bad. Genuss ist im schlicht und zugleich edel mit Naturstein und Zedernholz gestalteten Raum garantiert. Unter sphärischen Klängen entspannt man sich im 36 Grad warmen Thermalwasser und danach auf einem Futon oder bei einem Tee in der japanischen Sitzecke.
Alter Baumbestand, spektakuläre Blumenkunst
Seit Dezember 2011 gibt es einen neuen, orientalischen Wellness-Raum, das Marokkanische Bad. Auf ca. 20 Quadratmetern mit authentischer marokkanischer Ausstattung kann dort eine echte Berbermassage erlebt werden. Eine Reise nach Marokko, vielfältige Kontakte im Land sowie das Massageerlebnis vor Ort haben es ermöglicht, Raum und Anwendung so authentisch wie möglich "abzubilden". Schöner alter Baumbestand und spektakuläre Blumenkunst sind die Markenzeichen des weitläufigen Kurparks in Bad Krozingen.
Aber der badische Ort ist nicht nur von Sonne und reizvoller Landschaft verwöhnt. Er genießt auch wegen seines Herzzentrums, das zu den größten Europas gehört, einen ausgezeichneten Ruf. Am 1. April 2012 nahm das Universitäts-Herzzentrum Freiburg Bad Krozingen den operativen Klinikbetrieb auf (spezialisierte Klinik mit den Fachgebieten Kardiologie, Herz- und Gefäßchirurgie und Angiologie. Infos:
www.herzzentrum.de).
Weitere Infos: www.bad-krozingen.de