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26.01.2013
MALLORCA
Zwischen Wind und Wellen
Sportskanonen genießen den Vorfrühling

Mallorca aktiv | FOTO: SRP

Ob zu Land, zu Wasser oder in den Bergen – Mallorca bietet schon jetzt bei frühlingshaften Temperaturen hervorragende Bedingungen für sportlich aktive Urlauber. Wir zeigen, welche Ecken der Baleareninsel für Sportskanonen besonders interessant sind.

Im Galopp zu Glücksgefühlen
"Man muss ein Pferd verstehen, um es wirklich reiten zu können", sagt Marcel Remus und flüstert Hannes ein paar spanische Worte in sein Wallachohr. Das Ross trippelt, schwenkt galant zur Seite und legt auf Befehl seines Reiters den Rückwärtsgang ein. "So geht das", freut sich der Mallorca-Makler über die gelungene Darbietung und streichelt Hannes über sein in der Morgensonne glänzendes pechschwarzes Fell. Früher war Marcel Remus als Dressurreiter erfolgreich. Das Gestüt "Son Magraner" außerhalb von Palma bietet auch Reitstunden an. Remus kennt die reizvollsten Ecken für Pferdenarren: "Der Osten der Insel ist besonders schön." Ein langer Ausritt auf weichem Sandboden durch die Pinienwälder sei etwas ganz Besonderes. Die urwüchsige Landschaft breitet sich zwischen den Ortschaften Campos und Santanyi aus, und ein Ritt am Naturstrand von Es Trenc bei Colonia St. Jordi ist der Höhepunkt.

Info

GUT ZU WISSEN

AUSKUNFT
Marcel Remus’
Reitertipps:
www.ranchobonanza.com; das Gestüt veranstaltet Reitausflüge.
Marco Schätzings
Fahrradtipps:
www.mallorca-aktiv.de; Sportreiseanbieter, spezialisiert auf Ferien mit dem Fahrrad.
Kletterschule Escul la Ventura: www.escullaventura.com.
Prinzessin Astrids
Wandertipps:
www.prinzessin-stolberg.com.
Joan Bonets Surfertipps:
Tel. (0034 651) 063070, Stand-up-Paddle-Shop und Schule Bellini: Pollenca (Mallorca), Tel. (0034 971) 86 81 44
www.bellini.es.

Serpentinenkiller
Der stahlblaue Januarhimmel lacht, und drei junge Männer strampeln auf Rädern um die Wette. Marco Schätzing aus Dresden und seine Teamkollegen David Simon und Christopher Maletz radeln bundesweit in der Radelite mit. Für die Schönheit Mallorcas haben sie kaum Blicke übrig. Sie sind zum Trainieren hier. "Es gibt drei gute Gründe für die Baleareninsel: wenig Regen, die relativ kurze Anreisezeit und das abwechslungsreiche Gelände." Im Inselinneren bauen sich im Westen die Massive des Tramuntana-Gebirges auf, davor liegen weite Ebenen. "Das Flachland ist ideal fürs Ausdauertraining, die Berge für Kraftübungen", erklärt Schätzing. Von Januar bis Mai herrscht auf Mallorcas Straßen Hochbetrieb, es ist die Hauptsaison der Radsportszene. Deshalb können Urlauber, die den Profis nacheifern, rund um Palma in regelrechte Fahrradstaus geraten.

Klettertouren an einsamen Küsten
Verrückt, aber um ans Meer zu gelangen, muss man auf Mallorca manchmal hinaus aufs Land fahren. Kletterprofi Jeremy Hansen, Freundin Xiscia Villalonga und Bergführer Joan Moas fahren ab Manacor Richtung Porto Colom im Nordosten der Sonneninsel. Ihr Ziel ist die Bucht Cala Magrana. "Eine Küstenstraße führt hier nicht hin", erklärt Villalonga beim Stopp auf der Landstraße, die weiter nach Cales de Mallorca führt: "Die Region ist ein Naturschutzgebiet." Nur das trockene Bett des Sturzbaches Bòta weist den Weg zum vielleicht schönsten Kletterplatz Mallorcas. Der Trampelpfad durch Olivenhaine mündet in eine enge Schlucht, und Hansen warnt: "Bei Regen sollte man hier nicht herlaufen." Er zeigt auf die schräg zum Boden in Fließrichtung der Wassermassen gebogenen Büsche und erklärt: "Wenn man da hineingerät, hat man kaum Überlebenschancen." Seine Begleiter nicken. Nach einer halben Stunde Fußmarsch endet die Schlucht in einer Traumbucht. Steile, rostrote Klippen rahmen den 60 Meter langen Sandstrand von Cala Magrana ein. Kletterlehrer Hansen hat sein Handwerk beim inselberühmten Kletter-Ass Miquel Riera erlernt und gibt sein Wissen an Mallorca-Urlauber weiter.Mit einer Prinzessin über alle Berge
Nebel umwabert den Gipfel des 1.100 Meter hohen Berges L’Ofre. "Gleich kommt die Sonne raus", verspricht Astrid Prinzessin zu Stolberg-Wernigerode. Ihre Begleiter blicken ungläubig. Sie sehen nur die dichte Nebelwand, die sich vor ihnen aufbaut. Doch plötzlich reißt ein Windzug die Nebelbank auf, und das Panorama reicht übers Weinbauerntal von Binissalem bis weit hinüber in die Hauptstadt Palma. Über zwei Stunden dauert die Wanderung hoch zum nebeligen Gipfel, die unten am Cuber-Stausee inmitten des südlichen Tramuntana-Gebirges begonnen hat. Eine einsame Schutzhütte aus Naturstein und ein paar Kühe sind die letzten Anzeichen von Zivilisation am Fuße des mächtigen Berges. Nebelschwaden kriechen auf dem Waldboden, Bachläufe plätschern, und ringsherum bauen sich die felsigen Bergmassive majestätisch auf.

Durch Wellen und Wind
Die Wellen brechen sich in der Brandung. Joan Bonet blickt raus aufs Meer. "Ist das nicht super?", ruft er gegen den Wind. Sein Surfer-Kumpel Mauro Lareu ist schon draußen; die Knie leicht gebeugt, steht er auf seinem Surfbrett und gleitet über die Wellen des Mittelmeeres. Hier in der Nähe von Artà im Norden Mallorcas weht der Wind kräftiger als im Süden. "Je stärker der Wind, desto höher die Wellen und umso mehr Spaß", sagt Joan Bonet. Der Wellenreiter hat die Wogen in der Bucht von Colonia de San Pedro gemeistert und macht aus einer Laune heraus einen Kopfstand auf dem Brett. Beide Mallorquiner sind echte Surf-Fanatiker und bieten auch Kurse fürs populäre Stand-up-Paddling an. "Das Wellenreiten mit kurzem Brett und einem Paddel zum Balancieren ist perfekt für Anfänger", sagt der Wellenreiter zu Mallorcas neuem Trendsport. "Damit bekommt man ein erstes Gefühl für die Wellen", versichert Bonet. srt


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