Bielefeld (fr). Mit dem Einstieg als Großaktionär bei der zweitgrößten deutschen Fluggesellschaft Air Berlin machte das einstige Wirtschafts-Wunderkind Lars Windhorst vor Tagen Schlagzeilen. Doch viele fragen sich jetzt, woher hat der Geschäftsführer der Beteiligungsgesellschaft Vatas so viel Geld?
Dahinter stehe der Multimillionär Robert Hersov. Der Südafrikaner "soll die Fäden beim Air-Berlin-Einstieg gezogen haben", berichtete Bild de. Doch die Vergangenheit holt Windhorst, der Ende 2004 wegen mehr als 80 Millionen Euro Schulden Privatinsolvenz angemeldet hatte, nun wieder ein. Laut Spiegel gab der einstige Vorzeige-Unternehmer per eidesstattlicher Versicherung zwei Jahre vor seiner Privatinsolvenz nur vier deutsche Konten an. Laut Staatsanwaltschaft Berlin, die wegen des Verdachts auf Insolvenzverschleppung, Betrug und Kursmanipulation ermittelt, habe er aber 20 Kontoverbindungen gehabt. Darunter Konten bei American Express und bei der Großbank Credit Suisse in Genf. Die Konten seien aber zum Zeitpunkt der Privatinsolvenz im Minus oder unbenutzt gewesen, zitierte der Spiegel seinen Anwalt.
