Bielefeld (rk). Die Gelegenheiten, Bundesliga-Erster zu sein, sind selten für den DSC Arminia. Am Montag aber lassen die Bielefelder die übrigen 17 Klubs konsequent hinter sich und steigen als erster Verein in die Vorbereitung auf die neue Saison ein. "Der Urlaub war mit fünf Wochen lange genug", meint Chefcoach Michael Frontzeck, der den Freitag in Bielefeld verbrachte, um mit dem Trainerstab Details der Arbeit in den nächsten Wochen festzulegen.
Am Dienstag wird sich die neue Mannschaft ab 15 Uhr beim Stadionfest in der Schüco-Arena bei lockerem Training und Interviews vorstellen. Tags darauf geht es in aller Frühe auf zum Kurz-Trainingslager nach Borkum. "Eine nette Insel mit guten Möglichkeiten zum Strandlauf", weiß Frontzeck, der verspricht, dass "die Bälle nicht zu Hause bleiben" werden. Auf der Rückreise wird am Montag, 30. Juni, um 19.00 Uhr ein Stopp in Emden eingelegt, um beim dortigen Drittligisten Kickers ein Testspiel zu bestreiten.
Welche Spieler er an diesem Montag alle persönlich begrüßen kann, vermag Frontzeck noch nicht zu sagen. So wartet der DSC weiter auf die endgültige Zusage von Berat Sadik (finnischer Nationalstürmer vom FC Lahti) und Delron Buckley (Borussia Dortmund) – "die Verhandlungen sind geführt, der Ball liegt nicht mehr bei uns", nimmt Frontzeck die Verzögerung mit der ihm eigenen Gelassenheit. Die Suche und, vor allem, die Verpflichtung neuer Spieler sei "sehr kompliziert" für Arminia, weil "fast alle anderen Klubs finanziell besser dastehen". Nichtsdestotrotz ist Frontzeck "überzeugt, abermals eine Mannschaft zusammen zu bekommen, die unsere Ziele verwirklichen wird".
Ganz wichtig dabei werden weiter die Tore von Artur Wichniarek sein, der vor wenigen Tagen einen schweren Schicksalsspiel hinnehmen musste. Seine Mutter Miroslava, häufig Gast in Bielefeld, starb im Krankenhaus seiner Heimatstadt Posen an Krebs.





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