Bielefeld. Den Ball von der Brust abtropfen lassen, eine kurze Drehung - und schon ist er vorbei am Gegner. Dass Komara Losseni quirlig ist, hat er gestern bereits unter Beweis gestellt. Unter den Blicken von Trainer, Geschäftsführer und zahlreichen Zaungästen absolvierte der 23-Jährige von der Elfenbeinküste sein erstes Probetraining bei Arminia.
"Den Tipp habe ich von einem guten Bekannten bekommen", sagt Sport-Geschäftsführer Detlev Dammeier, "also haben wir den jungen Mann für zehn Tage eingeladen und schauen ihn uns jetzt in Ruhe an." Während sein Berater Efe Aktas in dem 163 Zentimeter kleinen Losseni schon "einen schwarzen Diego" sieht, hält Dammeier den Ball erst einmal flach. "Wir sind nicht auf der Suche nach einem echten Spielmacher - den können wir uns gar nicht erlauben", sagt Dammeier, der Losseni eher als "offensiven Mittelfeldspieler" bezeichnet.
Seine Torgefährlichkeit demonstriert der Ivorer zurzeit in der ersten Liga der Republik Kongo bei den "Diables Noires" ("Schwarze Teufel"). In der laufenden Saison hat er dort bislang 14 Treffer erzielt. "Davor hat er in Algerien gespielt, die konnten ihn aber nicht mehr bezahlen", sagt Efe Aktas.
Das Probetraining sieht Dammeier als ersten Schritt. Sein bisheriger Eindruck ist positiv. Ob es für einen Vertrag reicht, entscheide sich nächste Woche. "Er hat einen Verein", sagt Dammeier, "eine Verpflichtung käme erst in der Winterpause in Frage." Ein Einsatz am Freitag im Test beim Drittligisten SC Paderborn (19 Uhr) sei möglich.
Zum Thema Artur Wichniarek will Dammeier nicht viel sagen: "Ich habe mich mit ihm unterhalten und ihm gesagt, dass ich das nicht in Ordnung fand." Der Pole hatte im Kicker gesagt, dass Arminia bislang kein Interesse an einer Vertragsverlängerung mit ihm zeige.





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