Weiß Michael Frontzek, was sich da anbahnt? Da wagen sich doch glatt zwei seiner Spieler in den Weihnachtsferien auf die Piste. Womöglich wusste der Arminen-Coach bereits davon und war deshalb zur Weihnachtsfeier seines Clubs Montagabend häufig mit einem Glas Orangensaft in der Hand zu sehen.
Markus Schuler und seine Frau Meggie fahren gemeinsam mit Artur Wichniarek und seiner Familie in dessen Heimat Polen. Zakopane heißt das Ziel, ein in Deutschland eher unbekannter Wintersportort. "Ich weiß ja noch nicht, ob da überhaupt Schnee liegt", wiegelte Wichniarek denn auch gleich ab. Der Spieler erschien mit einer lässigen Kombination aus Hose und Sakko, dazu hatte er sich lässig einen Schal umgebunden. "Ja, heute sind wir richtig chic, letzte Woche trugen wir noch dicke Mütze", spielte Wichniarek auf die Nikolausfeier für die Arminen-Kids in der vergangenen Woche an.
Die meisten Blicke zogen drei strahlende Blondinen auf sich, die sich von ihrer besten Seite zeigten: Charlotte Billenstein, die Freundin des Spielers Daniel Halfar, Jessica Marx und Jaqueline Lorenzen, Freundin von Nils Fischer, einem gelegentlich auftauchenden Kicker. Als hätten sie sich abgesprochen, trugen die drei Schönheiten elegantes Schwarz, nicht zu streng und durchaus so dosiert, dass die gar nicht kalten Schultern und die umliegenden Zonen eindrucksvoll zur Geltung gelangten.
Auf den ersten Blick nicht wiederzuerkennen: Jonas Kamper im weißen Anzug und mit nach oben gegelten Haarsträhnen. Wunderschön und wie immer charmant lächelnd begleitete den Spieler seine Frau Sanne. Ebenfalls im freizügigen Abendoutfit, einem schulterfreien Overall.
Apropos Garderobe. Dass sich Eberhard David für Mode interessiert, wissen bisher nur wenige. Spätestens mit seiner Berufung in die Jury zum Bielefelder Modepreis (siehe Lokalseite 1) outet sich der Bielefelder Oberbürgermeister als modeinteressiert. "Es sind eher die Farben, für die ich ein Gespür habe", so David gestern. Von Schnitttechnik verstehe er nicht so viel.
Im Gefolge des Stadtoberhaupts betraten CDU-Oberbürgermeisterkandidat Bernd Landgraf und CDU-Fraktionsvorsitzender Rainer Lux das Stadtpalais. Gut 700 Gäste sich zur traditionellen Feier angemeldet. Den ersten begrüßte Heidi Lämmchen persönlich mit Handschlag. Die Frau des Präsidiumsmitglied Albrecht Lämmchen war gerade von einem Kurzurlaub aus Bad Zwischenahn zurückgekehrt. Anlass des Trips: der 69. Geburtstag des Ehemanns. Die Malerin gab sich hinsichtlich der aktuellen Arminia-Platzierung zuversichtlich: "Nummer 14 zu sein, das ist für die Herbstsaison doch ganz erfreulich."
Ähnlich äußerte sich auch Hans-Hermann Schwick: "2008 war, glaube ich, ein gutes Jahr für die Mannschaft. Wir können stolz auf den 14. Platz sein", betonte der Präsident. Für Dieter Hannardt, den Hausherrn des Stadtpalais, hatte Schwick eine Überraschung vorbereitet. Er überreichte dem erklärten Arminen-Fan ein Foto, das ihn zusammen mit der Mannschaft zeigt. Wenn das der Trainer zu sehen bekomme, werde er Hannhardt auf der Stelle zum nächsten Trainingslager seiner Mannschaft verpflichten, sagte Schwick voraus.
Viele Küsschen mussten ausgetauscht und noch mehr Hände geschüttelt werden, bis sich die Gäste endlich vor dem Büfett in langer Schlange wiederfanden. Sie hatten die Wahl zwischen Entenbrust-Carpaccio und Vitello tonnato, zwischen Roastbeef, Lammcarrée und Hirschkalbskeule. Die süße Nachspeise war in handlichen Weckgläsern abgefüllt.
Und dass die an diesem Abend besonders smarten Arminen-Kicker sich nicht nur auf dem Rasen und, wie behauptet, auf der Skipiste geschickt bewegen können, zeigten sie später auf der Tanzfläche. Jenseits vom Abstiegsplatz lässt es sich eben trefflich feiern.











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