Sevilla. Wie mit einem blitzschnellen 0:1-Rückstand startete Fußball-Bundesligist Arminia Bielefeld gestern in sein neuntägiges Trainingslager. Denkbar schlecht. Am Ende eines Pleitentages mit mehr oder minder spaßigen Einlagen stand gegen 19.30 Uhr die Mannschaft immer noch am Flughafen von Sevilla und wartete auf das Gepäck einiger Spieler und Betreuer – rund 150 Kilometer vom Zielort Novo Sancti Petri entfernt. Dabei war die Ankunft im Hotel Barrosa Palace für 19 Uhr geplant.
Die Dienstreise hatte zunächst nur mit 45 Minuten Verspätung um 12.10 Uhr statt um 11.25 Uhr ab dem Flughafen Paderborn begonnen. Bis zum Zwischenstopp auf Mallorca war allerdings noch niemandem das Lachen vergangen – schließlich war der Anschlussflug locker geschafft. Bis der VfL Wolfsburg kam.
Zunächst wartete der Pilot auf die Bundesliga-Konkurrenz, dann verzögerte sich der zweite Abflug um eine komplette Stunde. Pilot Sven Schimkus klärte die inzwischen leicht genervte Bundesliga-Kundschaft darüber auf, dass "das Ladepersonal bemüht ist, das Gepäck physisch unterzubringen". In der Pilotensprache hieß das so viel wie: "Wir kriegen nicht alles unter." Davon wusste zu diesem Zeitpunkt, gegen 15.45 Uhr in Palma de Mallorca, niemand etwas. Die Arminen zumindest hatte Pilot Schimkus auf seiner Seite, als er ausdrücklich "die Bundesligamannschaft des DSC Arminia Bielefeld mit ihrem Trainer Michael Frontzeck und ihrem Kapitän Rüdiger Kauf" an Bord seines Fluges begrüßte – und die Wolfsburger Delegation phonetisch komplett links liegen ließ.
Lösung des kleineren Faux-pas: Die Wolfsburger waren kurzfristig umdirigiert worden, hatten deshalb mit ihren riesigen Boxen voll Trainingsmaterial die Ladekapazität des Gepäckraumes bei weitem überschritten, so dass das Flughafenpersonal oder die Fluggesellschaft Air Berlin dreist vier Wagen mit Gepäck auf Mallorca stehen ließ. Darin das Privatgepäck vieler Arminen – und selbstverständlich auch einiger ostwestfälischer Journalisten. Das Gepäck sollte gegen 22.10 Uhr mit der nächsten – erneut verspäteten – Maschine aus Mallorca nachkommen. Fortsetzung folgt.





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