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Bielefeld. Das Unternehmen "Sechs Jahre Erste Liga" begann betont entspannt. Beim Trainingsauftakt des DSC Arminia Bielefeld war die Stimmung dem Wetter angemessen sommerlich, die Belastung übersichtlich und die Laune des Trainers Michael Frontzeck gewohnt heiter. Seine Zahlenformel: "Wir wollen nach dem fünften auch ein sechstes Jahr in der Liga bleiben und haben jetzt gute sieben Wochen Zeit, uns darauf vorzubereiten", meinte Frontzeck. Ein "ganz einfaches" Saisonziel sei es, das zwischendurch auch nicht geändert werde.
22 Feldspieler und drei Torhüter waren zum Training an die Friedrich-Hagemann-Straße gekommen, hörten sich zunächst die offiziellen Grußworte des Trainers und der Geschäftsführer Detlev Dammeier und Roland Kentsch an, um nach einer läuferischen Erwärmung und dem Klassiker "fünf gegen zwei" noch ein fast richtiges Trainingsspiel zu absolvieren. Bis zum Serienbeginn am 15. August dürfte sich nicht nur die Verteilung der Trainingsleibchen, sondern auch das Personal noch ändern. Mit Innenverteidiger Nico Herzig (Aachen), dem heimgekehrten Torhüter Dennis Eilhoff (war an Koblenz ausgeliehen) und den beiden Ex-Amateuren Zlatko Janjic und Maik Rodenberg waren nur vier Neue dabei, mindestens zwei weitere werden in Kürze erwartet.
"Wenn das mit Berat Sadik nicht klappt, verstehe ich die Welt nicht mehr", meinte Sport-Chef Detlev Dammeier über den 21-jährigen Finnen vom FC Lahti. Der Online-Dienst der italienischen Tageszeitung Corriere dello Sport vermeldete zwar den bevorstehenden Wechsel Sadiks zu Ascoli Calcio, doch Dammeier beunruhigte das kaum: "Er hat klar gesagt, dass er nicht in der Zweiten Liga spielen will." Bei Michael Lamey vom MSV Duisburg sieht es ähnlich aus. "Sehr positiv" sieht die Dammeier die Entwicklung. Torhüter Rowen Fernandez fehlte gestern noch. Er hat wegen seiner Einsätze in der südafrikanischen Nationalmannschaft Sonderurlaub bis zum 8. Juli.
Als ein Manko betrachtet Michael Frontzeck die unvollendete Personalplanung nicht. "Es geht um zwei oder drei Spieler, die noch kommen oder gehen werden. Wir haben einen gefestigten Kader, auch wenn mit Hain, Gabriel oder Böhme Spieler nicht mehr dabei sind, die viel bewegt haben. Aber wir haben ja nicht 16 Neue, sodass wir ein neues Team bauen müssten." Mit den "Alten" war Frontzeck gestern jedenfalls durchaus zufrieden. "Die Gewichte stimmen", meinte er nach einem ersten Check der allgemeinen körperlichen Befindlichkeit seiner Erstliga-Spieler. Und wird dann beim großen Thema Klassenerhalt doch noch ein wenig fordernder: "Möglichst etwas früher als zuletzt."






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