Bielefeld. Arminia Bielefeld und Bayern München könnten unterschiedlicher kaum sein. Auf der einen Seite der stets klamme, mit Toren und Schlagzeilen geizende Abstiegskandidat aus Ostwestfalen. Auf der anderen Seite der Rekordmeister und schillernde Branchenkrösus aus dem Süden der Republik. Doch vor dem Aufeinandertreffen der beiden Klubs am morgigen Samstag (15.30 Uhr, Schüco-Arena) lassen sich einige Gemeinsamkeiten entdecken.
Beide Vereine stehen enorm unter Druck. Arminia hat drei Spiele in Folge verloren und könnte im Falle einer Niederlage auf einen Abstiegsplatz rutschen. Bei den Bayern kann sich Trainer Klinsmann keine weitere Pleite erlauben, sollen Meisterschaft und seine Weiterbeschäftigung nicht akut gefährdet sein. Zudem scheinen beide Klubs derzeit über eine gewisse Liquidität zu verfügen. Während der deutsche Meister in der Champions League trotz des Ausscheidens gegen Barcelona 50 Millionen Euro verdient hat, fragt Frontzeck im Hinblick auf die Einnahmen aus dem ausverkauften Bayern-Spiel: "Was machen wir mit all dem Geld?"
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Für einen Stürmer wird’s nicht reichen, obwohl – nächste Gemeinsamkeit – beide Kontrahenten aktuell ein Sturmproblem beklagen. Wegen Kloses Verletzung und Podolskis Formkrise ist Luca Toni Alleinunterhalter im Münchener Angriff, bei Arminia hat Artur Wichniarek diese Rolle seit Saisonbeginn inne. Auch am Samstag ist niemand in Sicht, der den Polen entlasten könnte. Bayern-Spezialist Jonas Kamper steht Frontzeck nicht zur Verfügung.
Alleinunterhalter Wichniarek und Toni
Der Trainer befasst sich indes in erster Linie mit seiner Defensive. Denn trotz der epischen Blamagen in Wolfsburg und Barcelona warnt er vor den Kreativspielern des Rekordmeisters. "Ein Franck Ribéry in guter Verfassung kann den Unterschied ausmachen." Dennoch hält er nichts davon, dem französischen Spielmacher einen Aufpasser auf die Füße zu stellen. Denn dann ergäben sich Lücken für andere Akteure. "Ribéry ist nicht der Einzige, der diese Klasse besitzt. Es gibt ja noch Schweinsteiger und Zé Roberto"" Deshalb lautet Frontzecks Anweisung, hinten kompakt zu stehen.
Die Trainerdiskussion in München kann er nicht nachvollziehen. "Ich würde mir wünschen, dass Bayern München den Weg mit Klinsmann weitergeht." Nach einem Umbruch müsse man in Kauf nehmen, "dass man in einer Saison auch mal leer ausgeht". Falls Klinsmann in Bielefeld leer ausgeht, könnte es seine letzte Partie als Bayern-Coach gewesen sein. Wenn Arminia verliert, wird Frontzeck trotzdem beim nächsten Spiel in Mönchengladbach auf der Bank sitzen. Es gibt eben doch Unterschiede zwischen den beiden Klubs.
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