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28.05.2009
Kentsch lehnt persönliche Konsequenzen ab
Finanz-Geschäftsführer im Interview

Lehnt persönliche Konsequenzen ab | FOTO: WOLFGANG RUDOLF

Bielefeld. Um 15.16 Uhr schickte diese Zeitung neun Fragen an Roland Kentsch (52). Der Finanz-Geschäftsführer des DSC Arminia Bielefeld sollte Gelegenheit erhalten, zu den Vorwürfen gegen seine Person (diese Zeitung berichtete) Stellung zu beziehen. Er wollte dies nur auf schriftlichem Wege tun, wie DSC-Sprecher Axel Ubben erklärte. Kentschs Antworten schlugen genau um 18.13 Uhr im Email-System auf. Offenbar wägt er inzwischen jede Silbe ab, bevor sie an die Öffentlichkeit gelangt. Denn übermitteln ließ Kentsch die Antworten durch die renommierte Hamburger Rechtsanwaltskanzlei Nesselhauf, die unter anderen den früheren Bundeskanzler Gerhard Schröder juristisch vertreten hat.

Herr Kentsch, haben Sie, wie der Spielerberater Rainer Störk sagt, dem Spieler Kauf damit gedroht, dass er kein Spiel mehr für Arminia mache, wenn er nicht seine Klappe halte - und falls nicht: Wie war der Gesprächsverlauf aus Ihrer Erinnerung?
ROLAND KENTSCH: Ich habe Rüdiger Kauf gesagt, dass arbeitsrechtliche Konsequenzen nicht ausgeschlossen werden können, wenn er von Dritten gegen den Vorstand erhobene Vorwürfe in der Öffentlichkeit wiederhole.

Erwägen Sie, persönliche Konsequenzen aus den gegen Sie von Rainer Störk heute in dieser Zeitung und dem "Kicker" erhobenen Vorwürfen zu ziehen?
KENTSCH: Nein.

Darf Rüdiger Kauf nach Ihrem Ermessen seinen Vertrag als Lizenzspieler von Arminia bis zum Ende der Laufzeit am 30.6.2010 erfüllen?
KENTSCH: Ich halte Rüdiger Kauf für einen sehr wichtigen Spieler, der wesentlich dazu beitragen kann, den Wiederaufstieg zu schaffen. Allerdings muss sich auch ein wichtiger Mitarbeiter Vorgesetzten gegenüber so verhalten, dass eine vertrauensvolle Zusammenarbeit möglich ist. Dazu gehört die Wahrung von Loyalität.

Haben Sie Arminias Ex-Torwart Mathias Hain gesagt, Sie seien der einzige bei Arminia, der machen und sagen könne, was er wolle?
KENTSCH: Nein.

Wie beurteilen Sie Ihren Anteil an der aktuell von breiten Teilen der Öffentlichkeit als sehr negativ empfundenen Außendarstellung Arminia Bielefelds?
KENTSCH:
Die Geschäftsführung und andere Gremien des Vereins handeln nach bestem Wissen und Gewissen. Die nicht immer einfache Tagesarbeit des Vorstands eines Erstligisten wird im Übrigen außerhalb von Bielefeld wesentlich positiver aufgenommen, als Sie es empfinden.

Warum äußern Sie sich regelmäßig zu sportlichen Dingen, obwohl das nicht ihr Kernbereich ist?
KENTSCH:
Ein Gesamtverantwortlicher einer Kapitalgesellschaft sieht sich immer Situationen gegenüber, die seine Stellungnahme nach Abwägung im Einzelfall auch zu solchen Angelegenheiten erforderlich machen, die nicht in seinen primären Verantwortungsbereich fallen.

Bedauern Sie Ihre am Montag bei Radio Bielefeld erhobenen Vorwürfe gegen die Stadt Bielefeld?
KENTSCH:
Nein. Es ging im Übrigen nicht um Vorwürfe, sondern um die Feststellung von Tatsachen: Es ist einfach zu belegen, dass andere Kommunen sich in erheblichem Umfang an den Kosten von Stadionbauten ihrer Bundesligisten finanziell beteiligt haben.


Was sagen Sie dazu, dass Solidaritätsbezeugungen Ihrer Vorstandskollegen in der Öffentlichkeit bisher ausgeblieben sind?
KENTSCH: Da müssen Sie die Betreffenden persönlich fragen.

Mehr zum Thema in nw-news.de
Kommentare
Wissen Sie Herr Kentsch, trotz guter Verdienste im Bereich Finanzen, waren Sie für mich persönlich nie ein Sympatieträger. Sie hatten auf mich schlichtweg eine negative Aura. Diese Meinung hat mir jahrelang Spott und Unverständnis meiner Fankollegen eingebracht. Dennoch habe ich mich in diesem Punkt weiterhin von meinen Gefühlen leiten lassen und meine Meinung über Sie niemals revidiert. Nun wird mir dafür Respekt gezollt. Meinetwegen können Sie sich weiter um Kopf und Kragen reden, oder tausend Anwaltskanzleien beauftragen, ich persönlich habe Ihnen nie getraut und werde dieses auch weiterhin nicht tun! Ihr Antlitz tat mir jahrelang in den Augen weh und Ihre Ansprachen, Reden usw. bereiteten mir zunehmend Ohrenschmerzen. Rüdiger Kauf, der trotz Abhängigkeit zum DSC, Ihnen die Stirn geboten hat, zolle ich 100%igen Respekt ( Rübe, laß Dich nicht einschüchtern, ich und viele, viele andere stehen voll hinter Dir). Auch Matthias Hain, der seinen ehemaligen Teamkollegen mit seiner Aussage den Rücken stärkt, zolle ich diesen Respekt! Wahre Arminen!!! Ich kann nun hoffen, dass auch andere Vereinsangehörige (ehemalige/jetzige), Angestellte etc., ihrem Beispiel folgen werden und es öffentlich Kund tun, sofern sie unter Ihnen leiden/zu leiden hatten. Für mich hat Rüdiger Kauf für diesen Mut, angesichts seiner Lage, einen Orden verdient!!! Zudem Herr Kentsch, für mich persönlich ist es völlig irrelevant, ob die Stadt Bielefeld den Verein genügend unterstützt hat, oder nicht. Ich denke es geht hier nicht mehr allein um das Problem Finanzen und damit verbundene Diskusionen, wie Spielereinkäufe, sondern um eventuelles Mobbing am Arbeitsplatz! Die Spieler haben bei ihren Fans einen sehr hohen Stellenwert und wer diese eventuell Menschenunwürdig behandelt, darf sich nicht wundern, wenn er die Fans damit gegen sich aufbringt. Das sollten auch Sie längst begriffen haben! Und von welcher vertrauensvollen Zusammenarbeit sprechen sie eigentlich? Eine einseitig vertrauensvolle Zusammenarbeit gleicht garkeiner! Die Aussage ist doch wohl völlig Grotesk. Wenn Sie einen Rüdiger Kauf als einen wichtigen Spieler ansehen, wieso wird ihm/er dann von Ihnen her gedroht/eingeschüchtet, wodurch er sich damit verbunden höchstwahrscheinlich nun nicht mehr voll und ganz auf seine beruflichen Fähigkeiten konzentrieren kann. Sollte man einen wichtigen Spieler nicht Respekt und Vertrauen zollen??? Wiederaufstieg??? Unter den eventuellen gegebenen Arbeitsbedingungen bin ich mal gespannt, welch Spieler diese Höchstleistungen vollbringen soll. Das muss ein wahrer Überlebungskünstler sein, wenn ihn das eventuell herrschende Klima keine Energien raubt, so dass er diese völlig in sein Berufsfeld setzen kann. Utopie! Herr Kentsch, an solch Aussagen von Ihnen merkt man immer wieder, dass sie wirklich nicht über genügend Fachkenntnisse verfügen! Erst rauben Sie einem Ihnen ja so gesehenen wichtigen Spieler Energien und dann erwarten Sie wirklich von diesem wieder Höchstleistungen!? Ich weiß wirklich nicht, in welchem Film Sie leben. Wahrung der Loyalität? Wenn man sich nichts hat zu Schulden kommen lassen, muss man nicht durch verbale Drohungausstoßungen die Wahrung der Loyalität erzwingen! Ich denke für alle DSC-Angehörige ist die Wahrung der Loyalität ehrensache, insofern alles mit rechten Dingen dort zugeht!!! So viele Widersprüche, in so wenig Text! Herr Kentsch, geben Sie es auf. Trotz Anwaltskanzlei, Sie reden sich um Kopf und Kragen. Sie haben einfach fertig!!! Sollten Sie es in Erwägung ziehen, mir wegen meiner freien Meinungsäußerung auch mit Strafgeld oder dergleichen zu drohen, dann nur zu!!!!!!!!!

Bin relativ sicher, dass Herr Kentsch schon bald seinen Hut (und Abfindung?) nimmt. Ob er nun mehr oder weniger Schuld an dem ganzen Desaster trägt scheint mir nur noch sekundär zu sein, das notwendige Vertrauen als Basis für eine erfolgreichere Zukunft des DSC ist offensichtlich intern wie extern nicht mehr vorhanden,auch wirkt vieles schlichtweg irre- parabel. Also besser ein Ende mit dem Schrecken und einen echten Neuanfang versuchen.

Ich erinnere mich noch genau:irgendwann in den 80ern war da ein gewisser Herr Dr.Müller bei Arminia mit am Ruder!Der hat´s auch fast geschafft,den Verein Platt zumachen.Daran wollte ich nur mal erinnern...Soll heißen:Herr Kentsch-Sie haben fertig!!! Dammi sollte bleiben und Herr Schwick auch!Aber Roland Kentsch?Der Geht garnicht!Also weg damit!!!

Ich vermute fast, dass es sich bei MIKE_OWL um Kentsch handelt. Seine typische Art, um vom Wesentlichen abzulenken. Schönen Abend noch. Und alles Gute für die Paderborner Kicker. MIKE_OWL schrieb am 29.05.2009 13:24 Uhr TvH...Rapolder...alle jene, die jetzt nach diesen beiden Namen schreiben, sollten mal drüber nachdenken, warum diese bei Arminia kein Thema mehr sind (und es im Übrigen auch nicht mehr werden). Ich sage nur soviel: Es ist nie gut, sich zu offensichtlich an Spielertransfers zu bereichern. Zwar mag das in der Trainerbranche durchaus nicht unüblich sein, allerdings haben die beiden Arminia nachweislich Schaden zugefügt. Und Letztgenannter hat im Übrigen zusammen mit seinem "Partner" Volker Graul auch die TuS Koblenz an den Rand der Insolvenz geführt.

Die Zeit ist reif, jetzt aufzudrehen, die Zeit ist reif, unseren Weg zu gehen, gib nicht auf, lasst uns gemeinsam in die Zukunft sehen..... Ob man gewinnt, ob man verliert, ganz egal, was auch passiert, wir sind da und halten immer fest zu dir. Ohne Deinen jetzigen Vorstand...wird es wieder aufwärtsgehen. Gruß Eine



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