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23.06.2009
Schwick tritt ab und kommt zurück
Arminia-Mitglieder finden keinen neuen Präsidenten - und wählen den alten

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Bielefeld (red). Am Montagmorgen hatte er sein Büro in der Geschäftsstelle geräumt, am Dienstag kann er es wieder einrichten: Nach einer äußerst turbulenten Jahreshauptversammlung bleibt Hans-Hermann Schwick Präsident von Arminia Bielefeld. Er will jetzt Gespräche mit der Wirtschaft aufnehmen und schnellstmöglich dafür sorgen, dass der Vertrag mit einem Trainer für die Zweitligamannschaft unter Dach und Fach gebracht wird.

Info
Spannend wie ein Krimi:
Hier nochmal der dramatische
Abend zum Nachlesen


Wie es genau zu seinem Comeback an der Klubspitze gekommen war, wusste der 61-Jährige am Ende der Versammlung um 1.26 Uhr auch nicht so genau. Obwohl vieles noch im Dunkeln bleibt, ist die Chronologie des Abends reif für Hollywood.

Dirk Obermann, Präsidentschafts-Kandidat der Oppositionsgruppe "Kritische Arminen" hat die erste Überraschung parat, als er ans Rednerpult tritt: Man habe sich auf einen Kompromiss mit der Gruppe um den anderen Kandidaten Klaus Daudel geeinigt, lässt er die verdutzten Mitglieder - ziemlich zerknirscht - wissen. Obermann ist zu diesem Zeitpunkt als Präsident raus, Daudel der neue Chef und das Vorstands-Team gemischt aus beiden Lagern.

Obermann: "Halte mich für den besseren Präsidenten"

In der Aussprache nach der Vorstellungsrunde der Kandidaten wird aber bald deutlich, dass sich viele Mitglieder mit dem plötzlich gefundenen Konsens-Team überrumpelt fühlen. Sie hatten sich auf eine Entscheidung zwischen Obermann und Daudel eingestellt. Daudel bekommt bei seinem Auftritt immer wieder "Buh"-Rufe zu hören, er wirkte fade auf die Mitglieder. So gibt es im Saal Oberwasser für Obermann. Er erkennt die Situation und stellt schließlich unter lautem Jubel fest, dass er "seine Kandidatur noch nicht zurückgezogen" habe und sagt sogar: "Ich halte mich für den besseren Präsidenten".

Kurz danach genehmigt Versammlungsleiter Michael Vesper, Generaldirektor des Deutschen Olympischen Sportbundes und Arminia-Mitglied, allen rund 2.300 Mitgliedern eine 30-minütige Pause. Danach ist wieder alles auf den Kopf gestellt. Am Ende der Auszeit verkündet Vesper das Konsens-Team II: Daudel tritt nicht mehr an, Obermann auch nicht, dafür soll Hans-Hermann Schwick für zwei Jahre übernehmen.

"Für diesen Pöbel trete ich nicht mehr an"

Auch der eigentlich zurückgetretene Andreas Mamerow rückt für die Finanzen wieder in den Vorstand. Neuer Vize soll weiter Frank Kottmann, Vorstandsmitglied eines IT-Unternehmens, werden. Komplettiert wird das Überraschungs-Team des Abends durch Jochen Willmann, wie Kottmann von den kritischen Arminen, und Albrecht Lämmchen, der sich seit 2002 im Vorstand um die Belange der Abteilungen kümmert. Schüco-Sprecher Thomas Lauritzen und Steuerberater Norbert Leopoldseder stehen nicht mehr zur Wahl. Daudel verlässt den Saal und schimpfte genervt gegenüber Radio Bielefeld: "Für diesen Pöbel trete ich nicht mehr an. Das tue ich mir nicht an."

Dann wird es noch einmal hitzig, als die Versammlung mit knapper Mehrheit entscheidet, über den neuen Vorstand im Block und nicht einzeln abzustimmen. Einige Zeit später liegt das knappe Wahlergebnis vor: 904:865 Stimmen für Schwicks neues Team. Das Resultat ist Ausdruck einer gespaltenen Mitgliederschaft. Obermann hat wohl - so lassen sich zumindest Aussagen von Frank Kottmann gegenüber nw-news.de deuten - aus der Wirtschaft eindeutige Signale empfangen, dass der Klub unter seiner Präsidentschaft nicht die gleiche finanzielle Unterstützung erfahren würde, wie unter einem anderen Boss.

Für's Kuriositäten-Kabinett

Nach der Wahl hallen schnell Pfiffe von enttäuschten Mitgliedern, die sich einen deutlicheren Neuanfang gewünscht hätten, durch die Halle. Und doch schreitet der Hans-Hermann Schwick entschlossen zum Podium: er beschwört die Einheit des Klubs und sagt deutlich, dass er die Wahl annimmt. Damit ist der Abend zu Ende, die Handlungsfähigkeit des Vorstands gesichert und die Arminia-Geschichte um eine Kuriosität reicher: jetzt hat der Klub einen zurückgetretenen Präsidenten, der sein eigener Nachfolger wurde.


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Kommentare
@Sandra - Seinen Unmut äussern ist in Ordnung, Pöbeln, Ehrenämtler Niederpfeifen und Niederbuhen nicht. Das ist respektlos. Da kann es nur Null Toleranz geben. Altgediente Arminenfans haben aus Entsetzen über das Verhalten (ich betone) einiger Fans noch vor der Präsidiumswahl die JHV verlassen, auch diese hätten gegen das Präsidium gestimmt, haben sich jedoch dermassen für diese Verhalten geschämt, das eine Identifikation mit diesem Mob (gerne auch Pöbel, denn das trifft es wirklich genau) nicht mehr möglich war. Ferner sehe ich kein Wort, in dem ich irgend jemanden beleidigt hätte, auch habe ich kein Pauschalurteil abgegeben sondern gezielt von denen gesprochen, die gepfiffen, gebuht und beledigt (teilwise sogar anders denkende oder sogar nur apllaudierende Sitznachbarn) haben, als HHS auf dem Podium die Annahme der Wahl verkünden wollte. Damit habe lediglich den bei vielen fehlenden Respekt eingefordert. Und wem es an Respekt, vor allem jetzt, immer noch fehlt schadet dem Verein, die Chance einen neuen Vorstand zu wählen wird kommen - nur reicht es nicht, Neue zu fordern, sondern auch wählbare und vor allem bei Partnern akzeptierte, bzw. bei Partnern Akzeptanz gewinnende Persönlichkeit sein. Leute (siehe Daudel) dne Respekt gegenüber Personen mit anderen Meinungen fehlt gehen nicht, nicht an der Vereinsspitze und nicht auf einer JHV. Eine JHV ist kein Fussballspiel, es ist das Aushängeschild der Verines, und wenn jemand nicht wählbar ist, dann wählt man ihn nicht, aber man beleidigt und defamiert ihn nicht. Und wer das immer noch nicht begreift, tritt besser aus. Punkt. Ausrufezeichen. Um es klar zu stellen weder Daudel noch Obermann gingen an diesem Abend und ich war auch nie ein Freund von Daudel, aber ich habe ihn trotz aller seiner getroffenen Aussagen immer mit Respekt behandelt. Auch ich hätte mir lieber einen Vorstand ohne Memerow, dafür mit Leopoldseder und ggf. Lauritzen anstatt Willmann gewünscht. Im Nachhinein hätte ich mir auch mehr Offenheit Seitens der "alten Garde" gewünscht, die alle Fakten zur Person Obermann auf den Tisch hätten legen müssen um seiner bis dahin unwissenden Anhängerschaft die Augen zu öffnen. Leider haben sie dies nicht gemacht, weil sie einen Menschen, auch vor sich selbst, schützen wollten. Schwamm drüber, nach vorne gucken, neuen Präsikandidaten finden, ihn über 1-1,5 Jahre aufbauen und die richtigen Leute in den Aufsichtsrat (Oetker, Schüco, Gerry Weber, Miele, Bertelsmann, Nixdorf müssen dort vertreten sein, denn da gehören die Geldgeber hin um den Vorstand bei der Verplanung der Gelder auf die Finger zu gucken)

@Holgrinho: Ich werde es für Dich extra noch einmal in Erinnerung bringen! Waren nicht eigentlich fast alle dafür, dass das vorgestellte Team zu Anfang okay war, eben nur der Kopf des Herrn Daudel nicht??? Es war so!!! Und dann kam, dass man nicht nur eben den Kopf von Herrn Daudel austauschte, sondern auch im Team selber wieder etwas austauschte! Und das muss nun niemand hin nehmen. Denn es gibt noch ne Menge Menschen, die eben bezüglich dessen anders denken und sehr wohl das Recht haben, ihren Unmut darüber Kund zu tun, ohne das sie gleich Dreck sind und aus dem Verein gereinigt werden sollten. Du kannst Dich mit Herrn Daudel echt auf eine Stufe stellen, denn üble Pauschalurteile fällen und beleidigen konnte dieser auch sehr gut. Vielleicht solltest Du mal überlegen, dass eben nicht alle, die unzufrieden mit dem Block waren, dies in der Person von Herrn Schwick gesehen haben, sondern einfach andere Gründe hatten. Aber das sind natürlich keine wahren Arminen, sondern nur Dreck, weil diese einfach nicht Deine Meinung vertreten haben. Deine Meinung ist einfach nur arm. Vielleicht solltest Du mal überlegen, ob Du Dich nicht besser einem Reinigungsprozess unterziehen solltest!!!

@ Stimmenvieh: Ich würde es begrüßen, wenn die Leute, die den Vorstand ausgepfiffen und ausgebuht haben, aus dem Verein austreten würden. Das wäre ein längst fälliger Reinigungsprozess. Vielen geht es leider nur noch darum, dagegen zu sein weil es schick ist, völlig unkritisch. Selbst den kritischen Arminen standen viele unkritisch gegenüber, sie waren ja dagegen, ohne dass viele ihr Konzept kannten - und auch heute noch nicht kennen. Auch ist das Meinungsbild, dass vor der Wahl in diversen Foren zum Ausdruck kam, keineswegs repräsentativ. Lediglich waren die Anhänger von Obermann lauter und aktiver, aber nicht in der Mehrzahl. Er hat sich ja schließlich auch als defintiv nicht wählbar herausgestellt.
Noch einmal zum Thema Pöbel, ich glaube Herr Daudel hat in sowiet recht, dass die Veranstaltung durch unqualifiezierte Zwischenrufe und despektierliches Verhalten vieler "Fans", denen zudem noch jegliches Hintergrundwissen fehlte, geprägt wurde. Dass es es sich HHS noch einmal antut, einen so in sich zerissenen Verein, der durch das Verhalten vieler am Abgrund steht, zu führen - Respekt und Anerkennung.
Um es heir klar zu stellen: Auc

Habe ich es am Montag noch anders gesehen, muss man doch mit ein wenig Abstand und den nun vorliegenden Informationen sagen : ein Glück ! Ein Glück, dass es nicht Daudel geworden ist, der nicht bereit scheint, seine anstehenden Urlaubspläne hinten an zu stellen. In so einer Phase verlangt der Fan Einsatz für den Verein. Und wenn er wirklich sagt : "für diesen Pöbel trete ich nicht mehr an", dann entfernt ihn aus allen Ämtern ! Dieser Mann hat keinen Bezug zur Basis, zu den Fans. Ein Glück, dass es nicht Obermann geworden ist. Wenn die "finanziellen Konzeptionen " den Mitgliedern vorher bekannt gewesen wären, hätte er niemals diese Unterstützung gehabt. Wer meint, man könne ein Ehrenamt nicht ehrenamtlich machen ist eben keiner für so ein Amt. Das dies geht, beweisen jeden Tag tausende Ehrenamtliche. Das bei ihm die Aussicht auf eine finanzielle Absicherung eine Rolle gespielt hat, zeigt ja seine Zustimmung zum ersten Konsens. Seine 2. Rede kam doch nur, weil er sicher die Stimmung im Saal mitbekommen hat, die wegen seiner geplanten hauptberuflichen Tätigkeit nicht positiv war. Ein Glück also, dass es Schwick noch 2 Jahre macht. Denn all dies kann man dem nun wirklich nicht unterstellen. Im Gegenteil. Der hat viele Jahre bewiesen, dass es ihm um den Verein geht. Er hat nur einen gravierenden Fehler gemacht, dass er die Machtfülle des anscheinend menschlich ungeeigneten Kentsch zugelassen hat und zu lange an ihm festgehalten hat. Außerdem sind die Leistungen des Herrn Kentsch sicher zu hoch bewertet. Für ein Jahreseinkommen von 400.000 Euro kann man als Arbeitgeber schon einiges verlangen. Und unter seiner Aufsicht ist alleine an Abfindungen zuviel Geld verbrannt worden. Nun hat Schwick neue Leute um sich. Diese nutzen hoffentlich die Gelegenheit, neuen Schwung in dieses Gremium zu bringen. Und hoffentlich sind sie bereit, notfalls auf Knien die Herren Oetker, Weber und Hinrichs zu besuchen. Hoffentlich stellen sie denen ein vernünftiges Konzept vor und binden sie in dieses ein. Es geht im Profifusssball nicht mehr ohne starke Sponsoren. Von denen wird sicher keiner in den sportlichen Bereich reinreden. Dass sie aber bei der Auswahl der "Führungskräfte" und der Außendarstellung des Vereins mitsprechen sollten, ist mehr als legitim. Das kann dem Verein nur gut tun, denn diese Herren haben bewiesen, dass sie Unternehmen erfolgreich führen können.

eine große liebe nähert sich ihrem ende! seit 2jahren merke ich, das wir uns auseinander leben, etwas nicht mehr stimmt zwischen uns. dennoch hatte ich bis zuletzt gehofft...
nun ist das maß voll. fühle mich belogen, betrogen und ver(...). meine meinung zählt nix und du weißt nicht, was du willst.
vielleicht werde ich mich in ferner zukunft nochmal auf eine heiße affäre mit dir einlassen, doch derzeit ist es mir unmöglich, mit dir denselben weg zugehen.
es tut mir leid, du größte meiner liebe...freitag reiche ich die scheidung ein



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